Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Ich denke mal, dass ein kommerzieller Anbieter sich nicht damit abgibt, mit dir einen Haushaltsplan zu machen. Falls das nicht passiert ist, solltest du das dringen tun. D.h. du stellst deine Einnahmen und Ausgaben (fixe und durchschnittliche flexible Ausgaben) pro Monat gegenüber. Bei deinen Einnahmen solltest du nur das unpfändbare berücksichtigen, denn nur das steht dir in der Insolvenz zur Verfügung. Am Ende sollte es mindestens ein leichtes Plus als monatliche Reserve dienen.
Wenn du aus deinem Unpfändbaren einen Urlaub zahlen kannst, kannst du das natürlich auch in der Insolvenz machen, allerdings musst du bedenken, dass du in der ersten Phase der Insolvenz (meist ca. 1 Jahr) nicht sparen kannst. Also ein großer Urlaub wird da sicher nicht drin sein. Danach kannst du dir im Haushaltsplan - so noch genug Luft ist - ein Budget für Urlaub einrichten, das du jeden Monat beiseite legst, um für den Urlaub zu sparen. Dann musst du auch nicht mehr auf Kredit Urlaub machen.
Wenn du aus deinem Unpfändbaren einen Urlaub zahlen kannst, kannst du das natürlich auch in der Insolvenz machen, allerdings musst du bedenken, dass du in der ersten Phase der Insolvenz (meist ca. 1 Jahr) nicht sparen kannst. Also ein großer Urlaub wird da sicher nicht drin sein. Danach kannst du dir im Haushaltsplan - so noch genug Luft ist - ein Budget für Urlaub einrichten, das du jeden Monat beiseite legst, um für den Urlaub zu sparen. Dann musst du auch nicht mehr auf Kredit Urlaub machen.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Das werde ich auf jeden Fall machen. Naja ich habe diese typischen Sachen wie Streaming Dienste, Fitness, Handyvertrag und Internet. Ansonsten werde ich zum Glück keine Gläubiger mehr haben und keine Schulden mehr oder Fixkosten an Kredit Unternehmen oder Banken. D.h. ich lebe monatlich eigentlich mit Fixkosten die Miete die private Krankenversicherung wobei da wird noch geregelt, dass das ins netto einfließt wahrscheinlich aber ich denke ich werde einen Härtefallantrag einstellen, da ich im Sommer in eine deutsche Großstadt ziehen werde zurück zu meiner Familie und sich die Miete deutlich um gute 300 bis vielleicht sogar 400 € steigern wird. Dementsprechend möchte ich natürlich nicht am Existenzminimum leben und einen Härtefallantrag einreichen aufgrund der Privatversicherung. Ob das am Ende durchgeht, weiß ich nicht.
Aber ja, wo wären wir da? Netflix, Amazon Prime, Internet, Fitnessstudio das sind dann alles Fixkosten von ungefähr zusammen addiert 120 €? Dazu dann noch meine Einkäufe. Da sind wir auch wahrscheinlich bei 150 € im Monat und das war’s dann auch. Schauen wir mal, was am Ende wirklich übrig bleibt und was nicht. Ich meine, ich war noch nie so einer prekär Situation, wo es um meine Existenz geht. Dementsprechend bin ich auf gar nichts vorbereitet, weil ich nicht mal weiß, wie ich mich darauf wirklich vorbereiten soll und vorbereiten kann. Ich meine, wann plant man schon in eine Privatinsolvenz zu gehen? Man denkt, man macht sein Abitur studiert, ist Akademiker und führt einen tollen Job aus unterrichtet in der Woche 70 tolle Schüler und dann lädt man sein Leben und plötzlich ist man in so einer Situation. Ich wünsche mir einfach nur von Gott, dass ich nie wieder in so einer dreckige Situation, in der mich psychisch belastet und ich schlaflose Nächte habe und vor allem hab ich so Angst vor den nächsten drei Jahren, weil ich einfach nicht weiß, wie mein Leben aussieht aber ich weiß, es wird sich leider sehr drastisch ändern. Zumindest bis 2029.
Aber ja, wo wären wir da? Netflix, Amazon Prime, Internet, Fitnessstudio das sind dann alles Fixkosten von ungefähr zusammen addiert 120 €? Dazu dann noch meine Einkäufe. Da sind wir auch wahrscheinlich bei 150 € im Monat und das war’s dann auch. Schauen wir mal, was am Ende wirklich übrig bleibt und was nicht. Ich meine, ich war noch nie so einer prekär Situation, wo es um meine Existenz geht. Dementsprechend bin ich auf gar nichts vorbereitet, weil ich nicht mal weiß, wie ich mich darauf wirklich vorbereiten soll und vorbereiten kann. Ich meine, wann plant man schon in eine Privatinsolvenz zu gehen? Man denkt, man macht sein Abitur studiert, ist Akademiker und führt einen tollen Job aus unterrichtet in der Woche 70 tolle Schüler und dann lädt man sein Leben und plötzlich ist man in so einer Situation. Ich wünsche mir einfach nur von Gott, dass ich nie wieder in so einer dreckige Situation, in der mich psychisch belastet und ich schlaflose Nächte habe und vor allem hab ich so Angst vor den nächsten drei Jahren, weil ich einfach nicht weiß, wie mein Leben aussieht aber ich weiß, es wird sich leider sehr drastisch ändern. Zumindest bis 2029.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Es kann eine Härtefallregelung bei extrem hohen Wohnkosten geben, aber du führst diese Situation ja wissentlich herbei. Am Ende ist es eine Einzelfallentscheidung, aber ich habe Zweifel, dass so was durchgeht.
Ich glaube, du unterschätzt auch Einkäufe etwas. 150 Euro für eine Person? Finde ich arg sportlich.
Mach dich frei von dem Gedanken, dass einem Akademiker so was ja nicht passieren sollte. Schulden interessieren sich nicht für Uni-Abschlüsse und schlecht wirtschaften kann man auch dann, wenn man studiert hat. Du wirst halt schlicht (leicht gesagt, ich weiß) deine Ausgaben deinen Einnahmen anpassen müssen.
Ich glaube, du unterschätzt auch Einkäufe etwas. 150 Euro für eine Person? Finde ich arg sportlich.
Mach dich frei von dem Gedanken, dass einem Akademiker so was ja nicht passieren sollte. Schulden interessieren sich nicht für Uni-Abschlüsse und schlecht wirtschaften kann man auch dann, wenn man studiert hat. Du wirst halt schlicht (leicht gesagt, ich weiß) deine Ausgaben deinen Einnahmen anpassen müssen.
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caffery
- praktischer Schuldnerberater
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- Beiträge: 2833
- Registriert: 13. Aug 2018, 20:45
Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Sowas ist kein "Härtefall", sondern ein ganz klar gesetzlich definierter Zusammenhang. Der Graf hatte es doch bereits geschrieben. Hier nochmal die von ihm genannte Rechtsvorschrift im Wortlaut:
"Nicht mitzurechnen sind die nach § 850a der Pfändung entzogenen Bezüge, ferner Beträge, die unmittelbar auf Grund steuerrechtlicher oder sozialrechtlicher Vorschriften zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen des Schuldners abzuführen sind."
Du stellst also im Insolvenz/Pfändungsfall einen Vollstreckungsschutzantrag an die zuständige Stelle, berufst Dich auf das oben genannte, legst Nachweise bei und fertig ist die Laube. Daumen drücken brauchst Du da nicht.
Noch wahrscheinlicher ist, dass es beim Lohn "automatisch" so läuft und Du ggf. nur einen Quellenfreigabebeschluss für Dein Konto beantragen musst. Aber das würde jetzt hier zu weit führen.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
@MM90
Ich möchte nur mal nachfragen, ob dir denn eigentlich klar ist welches Einkommen du in der Insolvenz überhaupt monatlich zur Verfügung haben wirst.
Bei mir hinterlassen deine Beiträge den Eindruck (kann auch falsch sein), dass dir bisher die Vorstellung fehlt, wie man mit Geld umgeht. Auch dein Verständnis von "Fixkosten" (120€ monatlich) klingt reichlich seltsam.
Lebenshaltungskosten hast du demnach keine?
Ich fürchte du wirst bei dem Thema Finanzen regelrecht bei "Adam und Eva" anfangen müssen, wenn du nicht innerhalb kürzester Zeit Schiffbruch erleiden willst.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Nein, um ehrlich zu sein, ist mir noch nicht ganz sicher, welches Einkommen ich in der Insolvenz am Ende für mich haben werde. Ich denke es werden circa 1800 € gepfändet. Aber was am Ende für mich übrig bleibt, weiß ich noch nicht wegen dieser Geschichte mit der privaten Krankenversicherung. Ich verstehe das nicht ganz. In den obigen Beiträgen der Mitglieder hier wurde das schon teilweise kommentiert aber für mich ist das einfach so abstrakt alles. Dementsprechend versuche ich mich da mit dem Anwalt zu verständigen. Ich bin ledig und ohne Kinder.
Aktuell hab ich im Rewe Aldi und Lidl zusammengerechnet im Monat Einkäufe von bis zu 150 €. Ich mache sehr viel Fitness und Sport also kaufe ich super viel Protein reichliches Essen und Nahrung ein. Dass ich Abstriche machen muss, ist mir bewusst. Es kann jetzt natürlich nicht jeden Abend das Lachsfilet für zehn Euro sein. Soweit kann ich auch denken. Ich habe einfach grob gerechnet. Wenn man die Streaming Dienste die ich habe alle addiert, dann kommt man schon alleine auf 30 € und da hab ich schon Abstriche gemacht und Disney+ bereits gekündigt im Voraus. Dazu kommt dann noch mein Fitnessstudio da sind wir bei 25 € dann noch Handy und Internetvertrag. Dann sind wir insgesamt schon bei 50 €. Ja ich weiß das wird eine Scheiß und harte Zeit. Aber solange ich am Ende nicht weiß welche Summe ich wirklich für mich überwiesen bekomme, kann ich eben auch keinen wirklichen Haushaltsplan erstellen.
Aktuell hab ich im Rewe Aldi und Lidl zusammengerechnet im Monat Einkäufe von bis zu 150 €. Ich mache sehr viel Fitness und Sport also kaufe ich super viel Protein reichliches Essen und Nahrung ein. Dass ich Abstriche machen muss, ist mir bewusst. Es kann jetzt natürlich nicht jeden Abend das Lachsfilet für zehn Euro sein. Soweit kann ich auch denken. Ich habe einfach grob gerechnet. Wenn man die Streaming Dienste die ich habe alle addiert, dann kommt man schon alleine auf 30 € und da hab ich schon Abstriche gemacht und Disney+ bereits gekündigt im Voraus. Dazu kommt dann noch mein Fitnessstudio da sind wir bei 25 € dann noch Handy und Internetvertrag. Dann sind wir insgesamt schon bei 50 €. Ja ich weiß das wird eine Scheiß und harte Zeit. Aber solange ich am Ende nicht weiß welche Summe ich wirklich für mich überwiesen bekomme, kann ich eben auch keinen wirklichen Haushaltsplan erstellen.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Diesen ganzen neumodischen "Schnickschnack" (Entschuldigung) habe ich nicht, aber im Monat mit 150 Euronen beim Einkauf auszukommen ebenso wenig. Ich frage mich wie das geht?
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Pellkatroffeln und Quark, Wasser?
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Caffery hat dir das mit der PKV doch nochmal erklärt. Damit du die bezahlen kannst, stellst du beim Insolvenzgericht einen entsprechenden Antrag auf Erhöhung des Freibetrags. Du müsstest daher jetzt schon quasi auf den Cent genau ausrechnen können, was dir in der Insolvenz bleibt.
Pack mal die kleinste Geige der Welt weg, hm? Du hast finanziell Sch**** gebaut und badest das jetzt in läppischen drei Jahren aus. So schlimm wird's nicht. Versprochen.
Hier im Forum hört man durch die Bank weg eigentlich genau das Gegenteil. Der Druck ist weg, irgendwie die Kredite bezahlen zu müssen. Die böse Post hört auf. Man jongliert nicht mehr jeden Monat und die meisten haben im Verfahren auch mehr Geld als vorher.Ja ich weiß das wird eine Scheiß und harte Zeit.
Pack mal die kleinste Geige der Welt weg, hm? Du hast finanziell Sch**** gebaut und badest das jetzt in läppischen drei Jahren aus. So schlimm wird's nicht. Versprochen.
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Re: Ich steige wahrscheinlich in 3-4 Monaten in die Insolvenz . Ich habe Angst. Erfahrungen und Feedback?
Ja! Das werde ich!
Ich denke mal, wenn die ersten 2-3 Monate vergangen sind, kriegt man auch ungefähr ein Gefühl, wie man mit seinen wenig übrig gebliebenen Geld so klarkommt und über die Runden kommt und wie man es am besten wirtschaftet Monat für Monat. Ich hab ja bereits aufgezählt, was ich so für potentielle Fixkosten hab und werde mich wahrscheinlich von dem ein oder anderen Streaming Dienst auch noch trennen müssen.
Ich hab zum Glück eine Familie, die mich auch unterstützt im schlimmsten Falle und ich weiß, dass ich da unterstützt werde und nicht alleine bin aber Ende des Tages hab ich mich selbst in die Situation gebracht mit 35 Jahren und gebe meinem Leben jetzt quasi ein Riss und wenn das ganze Ding durch ist, bin ich schon fast 40 Jahre und hoffe, dass ich die nächsten 30-40 Jahre egal wie lang ich auf dieser Welt bin zumindest gelernt habe, wie man mit Geld umgeht und nie wieder in so einer Situation landen werde.
Ich denke mal, wenn die ersten 2-3 Monate vergangen sind, kriegt man auch ungefähr ein Gefühl, wie man mit seinen wenig übrig gebliebenen Geld so klarkommt und über die Runden kommt und wie man es am besten wirtschaftet Monat für Monat. Ich hab ja bereits aufgezählt, was ich so für potentielle Fixkosten hab und werde mich wahrscheinlich von dem ein oder anderen Streaming Dienst auch noch trennen müssen.
Ich hab zum Glück eine Familie, die mich auch unterstützt im schlimmsten Falle und ich weiß, dass ich da unterstützt werde und nicht alleine bin aber Ende des Tages hab ich mich selbst in die Situation gebracht mit 35 Jahren und gebe meinem Leben jetzt quasi ein Riss und wenn das ganze Ding durch ist, bin ich schon fast 40 Jahre und hoffe, dass ich die nächsten 30-40 Jahre egal wie lang ich auf dieser Welt bin zumindest gelernt habe, wie man mit Geld umgeht und nie wieder in so einer Situation landen werde.
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