GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
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Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Privat sind es knapp 600k. Wobei da das Haus mit 345k drin steht als Grundschuld. Die zweite Grundschuld habe ich jetzt nicht eingerechnet, weil die mir keinen Stress macht. Bei der GmbH sind es „nur“ 120k. Wobei ich eben für diese 120k komplett privat hafte mit meinem Mann…
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Aber ich bin gegenüber der GmbH auch Gläubiger - also 255k sind eben diese privaten Kredite, die ich aufgenommen und reingesteckt habe.
Alles Sau blöd…
Aber als GmbH kann ich nix mehr bedienen, zumindest nicht fristgerecht.
Und auch Privat wird jetzt im November Nix gehen, außer alles was zum Haus und Lebensunterhalt gehört.
Alles Sau blöd…
Aber als GmbH kann ich nix mehr bedienen, zumindest nicht fristgerecht.
Und auch Privat wird jetzt im November Nix gehen, außer alles was zum Haus und Lebensunterhalt gehört.
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Hallo,
Vielleicht hat es mal für jemanden Relevanz daher will ich kurz berichten, wie der Termin war:
Grundsätzlich wurde die GmbH Insolvenz empfohlen, weil das aussichtslos ist. Es stand dann kurz zur Debatte, ob man sich mit den Gläubigern der GmbH vergleichen kann, aber das schaffe ich nicht, weil ich auch noch private Verbindlichkeiten habe.
Ich soll nun alle Unterlagen, wie Jahresabschlüsse, BWA, Umsatzsteuervoranmeldungen etc. mitbringen und dann wird der Antrag gestellt. Kosten werden sich auf 2.500-4.000€ belaufen.
Für die private Insolvenz soll ich erstmal nur eine Liste mit den Gläubigern mitbringen. Ich werde aber direkt Gehaltszettel und Kreditverträge mitnehmen.
Zum Thema Haus wird es etwas spannend:
Hier sieht der Anwalt die Möglichkeit, dass man dem IV ein Angebot macht. Da noch eine Hypothek auf dem Haus lastet, die noch 17 Jahre läuft, entstehen da wohl allerhand Gebühren für Vorfälligkeit.
Es bleibt dann wohl nicht so viel mehr für die Maße übrig, so dass man dem IV zumindest ein Angebot machen könnte, dass er direkt von Dritten eine Zahlung erhält und das Haus dann rauslässt. Spart dem IV Zeit und Aufwand.
Ob das umsetzbar ist, wird sich zeigen…
Ich berichte dann gern hier weiter zu meinem Fall.
Liebe Grüße
Marika
Vielleicht hat es mal für jemanden Relevanz daher will ich kurz berichten, wie der Termin war:
Grundsätzlich wurde die GmbH Insolvenz empfohlen, weil das aussichtslos ist. Es stand dann kurz zur Debatte, ob man sich mit den Gläubigern der GmbH vergleichen kann, aber das schaffe ich nicht, weil ich auch noch private Verbindlichkeiten habe.
Ich soll nun alle Unterlagen, wie Jahresabschlüsse, BWA, Umsatzsteuervoranmeldungen etc. mitbringen und dann wird der Antrag gestellt. Kosten werden sich auf 2.500-4.000€ belaufen.
Für die private Insolvenz soll ich erstmal nur eine Liste mit den Gläubigern mitbringen. Ich werde aber direkt Gehaltszettel und Kreditverträge mitnehmen.
Zum Thema Haus wird es etwas spannend:
Hier sieht der Anwalt die Möglichkeit, dass man dem IV ein Angebot macht. Da noch eine Hypothek auf dem Haus lastet, die noch 17 Jahre läuft, entstehen da wohl allerhand Gebühren für Vorfälligkeit.
Es bleibt dann wohl nicht so viel mehr für die Maße übrig, so dass man dem IV zumindest ein Angebot machen könnte, dass er direkt von Dritten eine Zahlung erhält und das Haus dann rauslässt. Spart dem IV Zeit und Aufwand.
Ob das umsetzbar ist, wird sich zeigen…
Ich berichte dann gern hier weiter zu meinem Fall.
Liebe Grüße
Marika
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
aha, verstehe jetzt Deine Situation besser.
Wenn "mit GmbH" und "mit Immo", dann ist es m.E. auch besser "mit Anwalt".
Seid Ihr denn beide (Dein Mann und Du) geschäftsührende Gesellschafter der GmbH ?
Und Du bist ausserdem bei einer anderen Firma sv-pflichtig angestellt ?
Wenn "mit GmbH" und "mit Immo", dann ist es m.E. auch besser "mit Anwalt".
Seid Ihr denn beide (Dein Mann und Du) geschäftsührende Gesellschafter der GmbH ?
Und Du bist ausserdem bei einer anderen Firma sv-pflichtig angestellt ?
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Nur ich bin Geschäftsführerin, mein Mann Prokurist.
Ich habe noch ein Angestelltenverhältnis ganz regulär.
Ich habe noch ein Angestelltenverhältnis ganz regulär.
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Und wem gehört die GmbH ?
Wer ist, wer sind die Gesellschafter ?
Auch Du allein ?
Wer ist, wer sind die Gesellschafter ?
Auch Du allein ?
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Gesellschafter sind mein Mann und ich.
Meinem Mann gehören 49% und mir 51%.
Demnach haftet er auch bei einigen Krediten für 49% und ich für 51%.
Die Umwandlung der GbR in eine GmbH war tatsächlich eine sehr dumme Entscheidung. Aber hinterher ist man immer schlauer…
Meinem Mann gehören 49% und mir 51%.
Demnach haftet er auch bei einigen Krediten für 49% und ich für 51%.
Die Umwandlung der GbR in eine GmbH war tatsächlich eine sehr dumme Entscheidung. Aber hinterher ist man immer schlauer…
Re: GmbH-Insolvenz und private Regelinsolvenz
Hallo,
Nun sind einige Monde vergangen und ich will gern ein kurzes Update geben.
Vorweg - es war alles gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Den Antrag für die Insolvenz der GmbH habe ich mit Anwalt zum 01.11.2025 gestellt und Ende März kam der Beschluss vom Gericht, dass das Verfahren mangels Masse abgelehnt wird.
Ich war froh, dass ich einen erfahrenen Anwalt an meiner Seite hatte, der den Antrag vorbereitet und dem Gutachter vom Gericht auch alle Unterlagen übergeben hat.
Es gab einen Termin Ende November 2025 mit meinem
Anwalt und dem Gutachter. Da wurden offenen Fragen geklärt, aber dauerte keine Stunde. Danach habe ich noch Kontoauszüge zur Verfügung gestellt und es gab noch mal später ein, zwei Nachfragen.
Der Gutachter wurde vom Gericht beauftragt und wäre auch der Insolvenzverwalter geworden. Ich habe ihn als freundlich und praxisnah erlebt. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass er mir persönlich irgendwie an den Karren pinkeln wollte.
In seinem Bericht hat er dann auch geschrieben, dass mir als Geschäftsführerin keine Pflichtverletzung vorzuwerfen ist oder ich zu spät gehandelt habe. Da war ich echt froh darüber.
Die Firma wickle ich nun alleine ab und bin da auf einem guten Weg. Das Finanzamt fragt jetzt immer mal noch nach und will irgendwelche Erklärungen. Aber da liefere ich Zahlen nach besten Wissen und Gewissen immer mit dem Verweis, dass der Steuerberater das Handtuch geworfen hat.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich mir das viel schlimmer vorgestellt habe. Zu jeder Zeit ist mir da auf Augenhöhe und lösungsorientiert begegnet wurden. Von daher bin ich wirklich froh, dass ich den Schritt gegangen bin und hoffe, dass ich das ganze Thema Unternehmen in 2026 abschließen kann.
Zum Thema Privatinsolvenz bin ich gerade noch in der Vorbereitung. Seit Oktober 2025 habe ich nach Rücksprache mit dem Anwalt die Zahlungen für Kredite eingestellt und ein neues P-Konto eröffnet. Diese Woche kam nun der erste gerichtliche Mahnbescheid. Die Unterlagen habe ich alle im März 2026 an meinen Anwalt übergeben. Er bemüht sich jetzt um den außergerichtlichen Vergleich, meinte aber auch, dass das jetzt noch 2-3 Monate dauern kann.
Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn das Thema Insolvenz dann startet. Dieser Zustand im „luftleeren“ Raum ist für den Nerven etwas anstrengend.
Update folgt dann
Nun sind einige Monde vergangen und ich will gern ein kurzes Update geben.
Vorweg - es war alles gar nicht so schlimm, wie befürchtet.
Den Antrag für die Insolvenz der GmbH habe ich mit Anwalt zum 01.11.2025 gestellt und Ende März kam der Beschluss vom Gericht, dass das Verfahren mangels Masse abgelehnt wird.
Ich war froh, dass ich einen erfahrenen Anwalt an meiner Seite hatte, der den Antrag vorbereitet und dem Gutachter vom Gericht auch alle Unterlagen übergeben hat.
Es gab einen Termin Ende November 2025 mit meinem
Anwalt und dem Gutachter. Da wurden offenen Fragen geklärt, aber dauerte keine Stunde. Danach habe ich noch Kontoauszüge zur Verfügung gestellt und es gab noch mal später ein, zwei Nachfragen.
Der Gutachter wurde vom Gericht beauftragt und wäre auch der Insolvenzverwalter geworden. Ich habe ihn als freundlich und praxisnah erlebt. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass er mir persönlich irgendwie an den Karren pinkeln wollte.
In seinem Bericht hat er dann auch geschrieben, dass mir als Geschäftsführerin keine Pflichtverletzung vorzuwerfen ist oder ich zu spät gehandelt habe. Da war ich echt froh darüber.
Die Firma wickle ich nun alleine ab und bin da auf einem guten Weg. Das Finanzamt fragt jetzt immer mal noch nach und will irgendwelche Erklärungen. Aber da liefere ich Zahlen nach besten Wissen und Gewissen immer mit dem Verweis, dass der Steuerberater das Handtuch geworfen hat.
Zusammenfassend kann ich also sagen, dass ich mir das viel schlimmer vorgestellt habe. Zu jeder Zeit ist mir da auf Augenhöhe und lösungsorientiert begegnet wurden. Von daher bin ich wirklich froh, dass ich den Schritt gegangen bin und hoffe, dass ich das ganze Thema Unternehmen in 2026 abschließen kann.
Zum Thema Privatinsolvenz bin ich gerade noch in der Vorbereitung. Seit Oktober 2025 habe ich nach Rücksprache mit dem Anwalt die Zahlungen für Kredite eingestellt und ein neues P-Konto eröffnet. Diese Woche kam nun der erste gerichtliche Mahnbescheid. Die Unterlagen habe ich alle im März 2026 an meinen Anwalt übergeben. Er bemüht sich jetzt um den außergerichtlichen Vergleich, meinte aber auch, dass das jetzt noch 2-3 Monate dauern kann.
Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn das Thema Insolvenz dann startet. Dieser Zustand im „luftleeren“ Raum ist für den Nerven etwas anstrengend.
Update folgt dann