Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Hier geht es in erster Linie um eine sachbezogene Diskussion von Problemen im Verbraucherinsolvenzverfahren (z.B. zur Existenzsicherung, Zwangsvollstreckung, Verbraucherinsolvenzverfahren). Für aktive und ehemals Selbstständige haben wir ein eigenes Forum 'Selbstständige' eingerichtet. Allgemeine Fragen und Probleme rund um das Thema Schulden können im Forum 'Schuldenprobleme' diskutiert werden. Wie man mit Schulden und den damit resultierenden persönlichen Belastungen und Problemen umgeht und lebt, geht es im Schwesterforum 'life!'.
Forumsregeln
Wichtiger Hinweis: Dieses Forum ersetzt keine Rechtsberatung! KEIN Benutzer darf und will auf dieser Plattform eine Rechtsberatung anbieten, so dass sämtliche Antworten nur als Austausch von Meinungen zu verstehen sind!
Bitte sucht einen Rechtsanwalt auf, wenn ihr rechtssichere Antworten erhalten möchtet!
Pitti1981
Fortgeschrittener
Beiträge: 61
Registriert: 18. Jul 2025, 13:57

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von Pitti1981 »

Man muss sich und seine Gewohnheiten umstellen. Ich habe mir einen Budgetplaner geholt, wenn Gehalt kommt, dann hebe ich den Teil, den ich zur Verfügung habe ab und teile es mir auf. Ich zahle nur noch Bar, sonntags schaue ich nach was wo im Angebot ist in der nächsten Woche und plane danach mein Essen. Ich schaffe es dadurch mir jeden Monat was bei Seite zu legen und kann mir dann auch mal was gönnen.
______________________________________________________________________
01.07.25 Erstgespräch SB, 26.09.25 Antragstellung Insolvenz, 06.10.25 Verfahrenseröffnung, Schlusstermin 12.08.26.
Icke26
Wissender
Beiträge: 241
Registriert: 25. Feb 2025, 15:22

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von Icke26 »

Pitti1981 hat geschrieben: 22. Aug 2026, 14:03 Man muss sich und seine Gewohnheiten umstellen. Ich habe mir einen Budgetplaner geholt, wenn Gehalt kommt, dann hebe ich den Teil, den ich zur Verfügung habe ab und teile es mir auf. Ich zahle nur noch Bar, sonntags schaue ich nach was wo im Angebot ist in der nächsten Woche und plane danach mein Essen. Ich schaffe es dadurch mir jeden Monat was bei Seite zu legen und kann mir dann auch mal was gönnen.
Da ziehe ich meinen Hut vor.
So wie du das machst ist beispielhaft, aber nicht hier sich beklagen zu müssen, das man unterm Strich nur noch 900 Euro übrig hat pro Monat, und sich die Lebensmittel delüx nicht mehr leisten kann.
Mit 900 Euro muss so manche Kkeinfamilie über die Runden kommen.
TG25
Fortgeschrittener
Beiträge: 48
Registriert: 14. Nov 2025, 17:18

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von TG25 »

@MM90

*Hier das "Les Goh" Meme einfügend* - sorry der musste sein bei dem Titel :lol:

Bei mir ist das ähnlich, ich habe so ziemlich jede "Sozialschicht" nun durch inkl. bis in diverse Maßnahmen der Jobcenters und ALG1 Zeiten - das war vor ca. 10 Jahren nach der Ausbildung, danach mehrere Jahre ein guten Job gehabt

2021 zeitweise enorm erfolgreich durch paar Glücksgriffe in "Aktien" & Co., danach kam der Marktabsturz und somit ja auch mein finanzieller - an paar entscheidenen Punkten hätte nicht viel gefehlt und bei richtigen Entscheidungen wären es heute Millionen und ich hätte "ausgesorgt" - und ja böse Zungen könnten das ja unter Spielsucht einordnen jedoch hats ja in der ersten Hälfte eben ohne weiteres so funktioniert, im späterem Verlauf ist es tatsächlich prinzipbedingt in Spielsuchtartige Zustände ausgeartet, da man ja natürlich versucht den Zustand wie er vorher war wiederherzustellen, und fühlt sich durch den vorherigen "Run" recht sicher dabei was man tut.

Zusätzlich noch dann Layoffs, was das ganze eigentlich nur noch befeuert hat, bzw. die Insolvenz eigentlich endgültig unvermeidbar machte. Durch lange Arbeitssuche ging das dann wieder mit ALG1 und Bürgergeld usw. los

Ich werde also in etwa gleichem alter einen Neuanfang machen müssen.

Evtl. hilft das dadurch abstumpfen und all das durchgelebte PTSD in diesem Brutalen Markt Umfeld relativ kühl und berechnet durch die Inso zu gehen. Außerdem habe ich ja trotzt des Geldes diese Sachen nie nach außen gelebt und sozusagen nur alles auf Papier gewonnen und wieder verloren. - Du scheinst dich ja (objektiv gesprochen) durch den Beruf und das Geld zu definieren. Ist bei mir natürlich auch ein wenig so, aber ich weiss dass diese Gedanken nichts bringen und schiebe die zumindest in die Zukunft auf.

Was will man machen. Es werden sich sicher für uns beide in der Zukunft Gelegenheiten eröffnen Vermögen aufzubauen und wieder sogenfreier zu leben
TomH
Wissender
Beiträge: 363
Registriert: 9. Sep 2025, 18:24

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von TomH »

Pitti1981 hat geschrieben: 22. Aug 2026, 14:03... Ich zahle nur noch Bar, sonntags schaue ich nach was wo im Angebot ist in der nächsten Woche und plane danach mein Essen. ...
Bar zahlen ist tatsächlich ein entscheidender Faktor.

Was Werbung angeht stehe ich dem recht skeptisch geg., nicht zuletzt wg. oftmals gebrochener "Versprechen"; der größte Vorteil m.E. ist das spontane in den "Lebensmittelmarkt" gehen und dort die "Angebote" zu wählen die kurz vor dem MHD stehen und sich daraus eine Speise zu zubereiten. I.d.R. findet man dann auch gleich preiswertes Gemüse u./- od. Salat. I.d.S. schaue ich auch nicht vorzüglich nach Fertigprodukten, es sei denn sie sind ein Teil von dem was ich zubereiten würde, ganz abgesehen kpl. Fertiggerichte die nicht nur nicht unbedingt satt machen, sondern auch nicht gesünder wären.
Icke26
Wissender
Beiträge: 241
Registriert: 25. Feb 2025, 15:22

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von Icke26 »

Alles richtig.
Wue such immer, man kommt als Einzelperson locker mit 900 Euro pro Monat aus.
Im Gegenteil, da kann man sogar gut davon leben.
Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, "jammern auf hohem Niveau ".
caffery
praktischer Schuldnerberater
Beiträge: 2925
Registriert: 13. Aug 2018, 20:45

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von caffery »

TG25 hat geschrieben: 22. Aug 2026, 19:54 2021 zeitweise enorm erfolgreich durch paar Glücksgriffe in "Aktien" & Co., danach kam der Marktabsturz und somit ja auch mein finanzieller - an paar entscheidenen Punkten hätte nicht viel gefehlt und bei richtigen Entscheidungen wären es heute Millionen und ich hätte "ausgesorgt" - und ja böse Zungen könnten das ja unter Spielsucht einordnen jedoch hats ja in der ersten Hälfte eben ohne weiteres so funktioniert, im späterem Verlauf ist es tatsächlich prinzipbedingt in Spielsuchtartige Zustände ausgeartet, da man ja natürlich versucht den Zustand wie er vorher war wiederherzustellen, und fühlt sich durch den vorherigen "Run" recht sicher dabei was man tut.
Und du bist tatsächlich der Ansicht, dass man eine "böse Zunge" sein muss um diese Zusammenfassung unter Spielsucht einzuordnen?

In meiner Welt könnten deine Zeilen ja als Paradebeispiel in einem Leitfaden abgedruckt werden...
TG25
Fortgeschrittener
Beiträge: 48
Registriert: 14. Nov 2025, 17:18

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von TG25 »

Ja vieles davon ist Spielsucht vor allem was in dem Sektor heutzutage abgeht, da es auch fast ausschließlich nur noch Bad Player und "Trust me Bro" Typen gibt die die Aufmerksamkeit von damals ausnutzen und Leute um ihr Geld zu bringen.

Damals würde ich das nicht so definieren. Du hattest einfach viel Sachen gehabt die auch für einen vernünftigen Vermögensverwalter nur Sinn machen würden sich daran zu beteiligen - Beispiel wo die Wirtschaft einbrach und Erdöl usw. teils in minus rutschte. - Klar, dass z.B. sowas kein Dauerzustand sein könnte weil Erdöl nicht einfach von heute auf Morgen aus der Industrie verschwindet.

Ich mein klar du könntest ja Investitionen aller Art pauschal als eine Art "Spiel" bezeichnen da alles Spekulation ist und wenn du dich damit zu sehr beschäftigst dann als "Sucht" sehen. Aber was ist schon keine Sucht in heutigen Zeiten
GeldNavi
Zwischendurchposter
Beiträge: 7
Registriert: 15. Jul 2026, 08:13

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von GeldNavi »

Puh, 900€ nach Miete und Versicherung bei einem verbeamteten Lehrergehalt-Ausfall ist schon heftig – hast du mit dem Insolvenzverwalter eigentlich auch über die Pfändungsfreigrenze gesprochen, ob da wirklich alles korrekt berechnet wurde? Denn bei einem Beamten läuft die Bezügestelle ja meist über den Dienstherrn direkt, und da passieren bei der Berechnung öfter Fehler als man denkt. Und zu den 35 Monaten: hast du schon geschaut, ob bei dir eine vorzeitige Restschuldbefreiung nach 3 Jahren überhaupt realistisch ist, also ob du die Verfahrenskosten und mind. 35% der Forderungen stemmen könntest, oder läuft's bei dir sowieso auf die vollen 3 Jahre ohne Quote raus? Das mit dem Sparen in der Insolvenz ist tatsächlich machbar, aber eben nur außerhalb der Pfändungsgrenze bzw. über Zuwendungen, die nicht pfändbar sind – falls du da noch keinen genauen Plan hast, lohnt sich ein zweites Gespräch dazu.
Shopgirl
Guru
Beiträge: 1392
Registriert: 21. Okt 2018, 12:39

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von Shopgirl »

Die Verkürzung von 6 auf 5 Jahre gibt es seit 2020 nicht mehr. Und eine Verkürzung der 3 Jahre gibt es generell nicht (es sei denn, man hat alle Gläubiger befriedigt und die Verfahrenskosten bezahlt).

Zudem ist im eröffneten Verfahren ist kein Sparen möglich.
MM90
Mitglied
Beiträge: 20
Registriert: 17. Jan 2026, 15:49

Re: Seit 21 Tagen in der Insolvenz.. LETS GO…

Beitrag von MM90 »

Stehe gerade aber auch vor einem miesen Problem…..Auf meinem P-Konto wurde mir mitgeteilt, dass mein aktueller Freibetrag bei etwa 1.580 € liegt. Dadurch wurde bereits Geld, das über diesen Betrag hinausging, von der Bank einbehalten bzw. steht mir aktuell nicht zur Verfügung. Unter anderem geht es um noch rund 90 € von Zalando, die erst im nächsten Monat ausgezahlt werden sollen.

Das Problem wird für mich beim nächsten Gehalt richtig kritisch: Ich bekomme am 31.08. mein Gehalt, habe aber gleichzeitig eine monatliche Miete von 995 € und eine private Krankenversicherung von rund 491 €. Wenn tatsächlich nur etwa 1.580 € auf meinem Konto verfügbar bleiben dürfen, wären nach Miete und PKV rechnerisch gerade einmal ungefähr 94 € für meinen gesamten restlichen Lebensunterhalt übrig.

Genau deshalb versuche ich seit Tagen, mit meinem Insolvenzverwalter Kontakt aufzunehmen. Ich habe ihm bereits mehrere E-Mails geschrieben und meine Situation ausführlich geschildert. Unter anderem habe ich auch wegen der Erhöhung meines Pfändungsfreibetrags bzw. der Berücksichtigung meiner hohen PKV-Kosten nachgefragt. Leider bekomme ich darauf bisher keine inhaltliche Antwort.

Ich habe sogar schon bei seiner Sekretärin angerufen. Trotzdem steht mein eigentliches Anliegen weiterhin unbeantwortet im Raum. Stattdessen bekomme ich zwischendurch einzelne andere Fragen von ihm, während meine dringende Frage zum Freibetrag und zur Sicherung meines Lebensunterhalts nicht beantwortet wird.

Was mich gerade besonders verunsichert: Ich weiß nicht einmal sicher, ob die 1.580 € bei mir tatsächlich der endgültige Freibetrag sind oder ob hier etwas falsch bzw. noch nicht angepasst wurde. Mir ist bewusst, dass der P-Konto-Freibetrag nicht einfach dasselbe ist wie die individuelle Pfändungsberechnung meines Gehalts. Genau diese Unterscheidung ist für mich momentan aber völlig unklar.

Ich habe deshalb Angst, dass am 31.08. mein Gehalt eingeht und ein großer Teil davon wegen des momentan hinterlegten Freibetrags nicht verfügbar ist, obwohl ich davon unmittelbar Miete, PKV und meinen normalen Lebensunterhalt bezahlen muss.

Meine Frage an euch: Hatte jemand von euch während der Privatinsolvenz schon einmal genau so eine Situation? Also P-Konto mit einem relativ niedrigen Freibetrag, gleichzeitig hohe PKV und ein Insolvenzverwalter, der auf die Bitte um Klärung bzw. Erhöhung des Freibetrags zunächst nicht reagiert?

Mich würde vor allem interessieren, wer in so einem Fall konkret handeln muss: der Insolvenzverwalter, das Insolvenzgericht/Vollstreckungsgericht, die Bank oder muss man selbst einen Antrag stellen? Und was kann man kurzfristig tun, wenn das Gehalt bereits in wenigen Tagen kommt?

Ich möchte einfach verhindern, dass ich am Ende meine Miete und PKV nicht bezahlen kann, nur weil die Höhe des Freibetrags noch nicht geklärt bzw. angepasst wurde.
Antworten