Hallo Forum,
ich bin neu hier und konnte bisher keinen ähnlichen Beitrag zu meinem Problem
finden. Ich bin seit August 2025 in Privatinsolvenz. Just zum gleichen Zeitpunkt
ging die Firma meines ehemaligen Arbeitgebers auch insolvent und ich musste
mir, dass von der Arbeitsagentur gezahlte Insolvenzgeld erstreiten. Das ist aber
ein anderes Thema.
Seither bin ich arbeitslos gemeldet. Mein P-Konto hat einen
Freibetrag über 1560 €. Jetzt sind seit Ende 2025 nun neue Schulden durch
Online-Einkäufe entstanden (schätzungsweise 1200 € inkl. aller Mahngebühren und
Inkassokosten). Diese ergaben sich wie folgt: Ich habe die eingekauften Artikel
bezahlt, aber ich hatte mir die Beträge etwas einen Monat später per Rücklastschrift
gutschreiben lassen. Das tat ich aus einer finanziellen Notlage heraus.
Jetzt habe ich mit 2 Inkasso-Unternehmen Ratenvereinbarungen getroffen. Diese
(ca. 80 € monatl.) überschreiten aber wirklich mein Existenzminimum, sodass ich mich
außer Stande sehe, diese Ratenzahlungen fortzuführen. Eines dieser Unternehmen hat
mir gedroht, dass die Restschuldbefreiung scheitern wird, wenn ich nicht bezahle.
Ist da etwas dran oder was hat mich in diesem Fall zu erwarten?
Hat jemand einen Tipp, wie ich mich verhalten sollte? Danke vorab für jede Antwort!
Viele Grüße
Jens
zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
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xeniasworld
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Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Hi xeniasworld,
gute Frage, hast du schonmal bei dem Thema "zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz" geschaut?
gute Frage, hast du schonmal bei dem Thema "zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz" geschaut?
Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Das, was das Inkasso da erzählt, ist Blödsinn. Versagensanträge können nur Gläubiger stellen, die am Verfahren teilnehmen. Und auch dann reicht "hat neue Schulden gemacht" nicht aus.
Allerdings ist das alles ja nun eine echt unerfreuliche Situation. Du kommst irgendwann aus der Insolvenz und hast die nächsten Schulden "an der Backe".
Falls es da irgendwas gibt, das therapierbar ist (Spielsucht, Kaufsucht etc.) solltest du das dringend angehen. Sonst war die ganze Insolvenz am Ende für die Katz. Sollte es keine Suchtproblematik geben, hilft nur, dein Konsumverhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen. Der Pfändungsfreibetrag ist nicht üppig, aber leben kann man damit schon.
ICH würde wohl die Raten zahlen und irgendwie versuchen, das bis zum Ende der Insolvenz erledigt zu haben. Tust du das nicht, wachsen die Schulden in der Zeit ja nur an. 1200 Euro sind (auch wenn da sicherlich ein Haufen Unsinnskosten des Inkassos dabei sind) überschaubar. Das schafft man in 2 Jahren sicherlich auch aus dem Unpfändbaren.
(Ich spare mir jetzt einen Absatz zu eventueller Strafbarkeit. Aber Lastschriften ziehen lassen, um die dann zurück zu buchen, hat schon ein Geschmäckle. Daraus könnte der Gläubiger durchaus etwas basteln, wenn er um deine finanzielle Situation weiß - und das tut er ja anscheinend.)
Allerdings ist das alles ja nun eine echt unerfreuliche Situation. Du kommst irgendwann aus der Insolvenz und hast die nächsten Schulden "an der Backe".
Falls es da irgendwas gibt, das therapierbar ist (Spielsucht, Kaufsucht etc.) solltest du das dringend angehen. Sonst war die ganze Insolvenz am Ende für die Katz. Sollte es keine Suchtproblematik geben, hilft nur, dein Konsumverhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen. Der Pfändungsfreibetrag ist nicht üppig, aber leben kann man damit schon.
ICH würde wohl die Raten zahlen und irgendwie versuchen, das bis zum Ende der Insolvenz erledigt zu haben. Tust du das nicht, wachsen die Schulden in der Zeit ja nur an. 1200 Euro sind (auch wenn da sicherlich ein Haufen Unsinnskosten des Inkassos dabei sind) überschaubar. Das schafft man in 2 Jahren sicherlich auch aus dem Unpfändbaren.
(Ich spare mir jetzt einen Absatz zu eventueller Strafbarkeit. Aber Lastschriften ziehen lassen, um die dann zurück zu buchen, hat schon ein Geschmäckle. Daraus könnte der Gläubiger durchaus etwas basteln, wenn er um deine finanzielle Situation weiß - und das tut er ja anscheinend.)
Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Offensichtlich haben Sie dem "neuen" Gläubiger Ihre derzeitige Situation näher gebracht, obwohl es ihn nicht zu interessieren hat.
Auch insofern ist den Ausführungen von Shopgirl nichts hinzuzufügen.
Auch insofern ist den Ausführungen von Shopgirl nichts hinzuzufügen.
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derPendler
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- Registriert: 15. Feb 2026, 12:34
Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Aber ist es nicht so, dass die Restschuldbefreiung in Gefahr ist, sobald man neue Schulden macht? Oder hab ich da was falsch verstanden?Shopgirl hat geschrieben: ↑7. Mai 2026, 18:33 Das, was das Inkasso da erzählt, ist Blödsinn. Versagensanträge können nur Gläubiger stellen, die am Verfahren teilnehmen. Und auch dann reicht "hat neue Schulden gemacht" nicht aus.
Allerdings ist das alles ja nun eine echt unerfreuliche Situation. Du kommst irgendwann aus der Insolvenz und hast die nächsten Schulden "an der Backe".
Falls es da irgendwas gibt, das therapierbar ist (Spielsucht, Kaufsucht etc.) solltest du das dringend angehen. Sonst war die ganze Insolvenz am Ende für die Katz. Sollte es keine Suchtproblematik geben, hilft nur, dein Konsumverhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen. Der Pfändungsfreibetrag ist nicht üppig, aber leben kann man damit schon.
ICH würde wohl die Raten zahlen und irgendwie versuchen, das bis zum Ende der Insolvenz erledigt zu haben. Tust du das nicht, wachsen die Schulden in der Zeit ja nur an. 1200 Euro sind (auch wenn da sicherlich ein Haufen Unsinnskosten des Inkassos dabei sind) überschaubar. Das schafft man in 2 Jahren sicherlich auch aus dem Unpfändbaren.
(Ich spare mir jetzt einen Absatz zu eventueller Strafbarkeit. Aber Lastschriften ziehen lassen, um die dann zurück zu buchen, hat schon ein Geschmäckle. Daraus könnte der Gläubiger durchaus etwas basteln, wenn er um deine finanzielle Situation weiß - und das tut er ja anscheinend.)
Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Nein, da ist nichts in Gefahr. Du kannst so viele Schulden machen, wie du willst. Theoretisch. Praktisch wird es natürlich schwierig, im Insolvenzverfahren Geldgeber zu finden.
Neuschulden sind kein Versagensgrund.
https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__290.html
Neuschulden sind kein Versagensgrund.
https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__290.html
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derPendler
- Mitglied
- Beiträge: 24
- Registriert: 15. Feb 2026, 12:34
Re: zusätzliche Schulden nach Privatinsolvenz
Ah ok, danke für die Antwort.Shopgirl hat geschrieben: ↑8. Mai 2026, 15:28 Nein, da ist nichts in Gefahr. Du kannst so viele Schulden machen, wie du willst. Theoretisch. Praktisch wird es natürlich schwierig, im Insolvenzverfahren Geldgeber zu finden.
Neuschulden sind kein Versagensgrund.
https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__290.html