Hier geht es in erster Linie um eine sachbezogene Diskussion von Problemen im Verbraucherinsolvenzverfahren (z.B. zur Existenzsicherung, Zwangsvollstreckung, Verbraucherinsolvenzverfahren). Für aktive und ehemals Selbstständige haben wir ein eigenes Forum 'Selbstständige' eingerichtet. Allgemeine Fragen und Probleme rund um das Thema Schulden können im Forum 'Schuldenprobleme' diskutiert werden. Wie man mit Schulden und den damit resultierenden persönlichen Belastungen und Problemen umgeht und lebt, geht es im Schwesterforum 'life!'.
Forumsregeln
Wichtiger Hinweis: Dieses Forum ersetzt keine Rechtsberatung! KEIN Benutzer darf und will auf dieser Plattform eine Rechtsberatung anbieten, so dass sämtliche Antworten nur als Austausch von Meinungen zu verstehen sind!
Bitte sucht einen Rechtsanwalt auf, wenn ihr rechtssichere Antworten erhalten möchtet!
Käsebrot hat geschrieben: ↑10. Aug 2020, 17:55
Hallo!
Mir fiele da noch ein, je nach Betriebsgröße und sofern vorhanden, den Betriebsrat mit in‘s Boot zu holen. Viel interessanter wäre es mAn nämlich, ob das arbeitsrechtlich überhaupt zulässig ist.
Wir haben zwar grundsätzlich auch ein Arbeitszeitkonto, aber 200 Stunden wären bei mir mehr als ein Monat. Da würde es im Dienstplan-Programm schon dunkelrot blinken und hupen.
Was sollte der Betriebsrat tun? Ich fand es absolut großzügig vom AG, dass wir uns relativ unkompliziert um unsere Kinder kümmern konnten als durch Corona alles dicht war. Natürlich ist das bei uns in normalen Zeiten auch nicht möglich, aber was war denn die letzten Monate schon normal?
Käsebrot hat geschrieben: ↑10. Aug 2020, 17:55
Hallo!
Mir fiele da noch ein, je nach Betriebsgröße und sofern vorhanden, den Betriebsrat mit in‘s Boot zu holen. Viel interessanter wäre es mAn nämlich, ob das arbeitsrechtlich überhaupt zulässig ist.
Wir haben zwar grundsätzlich auch ein Arbeitszeitkonto, aber 200 Stunden wären bei mir mehr als ein Monat. Da würde es im Dienstplan-Programm schon dunkelrot blinken und hupen.
Janadi hat die Minusstunden ja mehr oder weniger freiwillig gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe, gab’s bei ihr ja keine Kurzarbeit. Sondern sie hat ja allein wegen der fehlenden Kinderbetreuung die ganzen Minusstunden gemacht.
Der Arbeitgeber war ja nur so freundlich und hat ihr das ermöglicht!
Genau, bei uns gab und gibt es keine Kurzarbeit. Ich bin im ÖD. Aber auch der ÖD möchte irgendwann wieder das haben, wofür er bezahlt hat.
Janadi hat geschrieben: ↑10. Aug 2020, 20:32
[quote=Der_H post_id=8135 time=<a href="tel:1597084104">1597084104</a> user_id=123]
[quote=Käsebrot post_id=8133 time=<a href="tel:1597074955">1597074955</a> user_id=194]
Hallo!
Mir fiele da noch ein, je nach Betriebsgröße und sofern vorhanden, den Betriebsrat mit in‘s Boot zu holen. Viel interessanter wäre es mAn nämlich, ob das arbeitsrechtlich überhaupt zulässig ist.
Wir haben zwar grundsätzlich auch ein Arbeitszeitkonto, aber 200 Stunden wären bei mir mehr als ein Monat. Da würde es im Dienstplan-Programm schon dunkelrot blinken und hupen.
Janadi hat die Minusstunden ja mehr oder weniger freiwillig gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe, gab’s bei ihr ja keine Kurzarbeit. Sondern sie hat ja allein wegen der fehlenden Kinderbetreuung die ganzen Minusstunden gemacht.
Der Arbeitgeber war ja nur so freundlich und hat ihr das ermöglicht!
[/quote]
Genau, bei uns gab und gibt es keine Kurzarbeit. Ich bin im ÖD. Aber auch der ÖD möchte irgendwann wieder das haben, wofür er bezahlt hat.
[/quote]
Mir stellt sich trotzdem die Frage, ob der AG nicht zumindest eine Teilschuld hat, weil er das zuließ, dich in deinem Stundenkonto in ein Minus geraten zu lassen, das vollkommen irrwitzig ist. Wie willst du denn jemals eineinhalb Monate (bis jetzt) wieder rein arbeiten?
Janadi hat geschrieben: ↑10. Aug 2020, 20:32
[quote=Der_H post_id=8135 time=<a href="tel:1597084104">1597084104</a> user_id=123]
[quote=Käsebrot post_id=8133 time=<a href="tel:1597074955">1597074955</a> user_id=194]
Hallo!
Mir fiele da noch ein, je nach Betriebsgröße und sofern vorhanden, den Betriebsrat mit in‘s Boot zu holen. Viel interessanter wäre es mAn nämlich, ob das arbeitsrechtlich überhaupt zulässig ist.
Wir haben zwar grundsätzlich auch ein Arbeitszeitkonto, aber 200 Stunden wären bei mir mehr als ein Monat. Da würde es im Dienstplan-Programm schon dunkelrot blinken und hupen.
Janadi hat die Minusstunden ja mehr oder weniger freiwillig gemacht. Wenn ich das richtig verstanden habe, gab’s bei ihr ja keine Kurzarbeit. Sondern sie hat ja allein wegen der fehlenden Kinderbetreuung die ganzen Minusstunden gemacht.
Der Arbeitgeber war ja nur so freundlich und hat ihr das ermöglicht!
Genau, bei uns gab und gibt es keine Kurzarbeit. Ich bin im ÖD. Aber auch der ÖD möchte irgendwann wieder das haben, wofür er bezahlt hat.
[/quote]
Mir stellt sich trotzdem die Frage, ob der AG nicht zumindest eine Teilschuld hat, weil er das zuließ, dich in deinem Stundenkonto in ein Minus geraten zu lassen, das vollkommen irrwitzig ist. Wie willst du denn jemals eineinhalb Monate (bis jetzt) wieder rein arbeiten?
[/quote]
Die andere Variante wäre unbezahlter Urlaub gewesen (oder ist es, wenn der Kindergarten aufgrund eines Corona Falles wieder schließt). Wie man es dreht und wendet, kommt dabei weniger Geld raus, immer.
hmmm... Ist denn so ein "gleiches-Geld-aber-ins-Stundenminus" überhaupt zwingend notwendig? Spätestens ein Richter mit Augenmass und Menschenverstand sollte doch Gläubigereinsprueche kippen, wenn weniger Geld gepfändet werden kann - Du hast das ja absolut nicht selber verursacht, das liegt alles an Corona...
Leider habe ich nicht wirklich verstanden, ob die kompletten 200 Stunden ,allein aufgrund der Kinderbetreuung zustande gekommen sind.
Schickt der AG einen AN nach Hause, weil z.B. nicht genügend Arbeit vorhanden ist, so können aus diesem Zustand keine Minusstunden entstehen bzw. angerechnet werden.
arreis hat geschrieben: ↑11. Aug 2020, 11:24
Leider habe ich nicht wirklich verstanden, ob die kompletten 200 Stunden ,allein aufgrund der Kinderbetreuung zustande gekommen sind.
Schickt der AG einen AN nach Hause, weil z.B. nicht genügend Arbeit vorhanden ist, so können aus diesem Zustand keine Minusstunden entstehen bzw. angerechnet werden.
Ja, das Minus ist nur durch die Kinderbetreuung entstanden. Wir mussten pro Woche ja 40 Stunden Kinderbetreuung abfangen. Ich habe statt meiner 32 Stunden nur knapp 20-22 arbeiten können.
Ggfs würde ich mal einen Arbeitsrechtler fragen.
Bist Du in der ÖTV?
Meines Wissens hat der AG die Arschkarte, wenn er Minusstunden toleriert.
Wie wärs mit kündigen und einen neuen AG suchen?
Dann bist Du Deine Minusstd. los - und der dann Ex-AG hat, wie gesagt, die A ...
MrsRob hat geschrieben: ↑11. Aug 2020, 22:10
Ggfs würde ich mal einen Arbeitsrechtler fragen.
Bist Du in der ÖTV?
Meines Wissens hat der AG die Arschkarte, wenn er Minusstunden toleriert.
Wie wärs mit kündigen und einen neuen AG suchen?
Dann bist Du Deine Minusstd. los - und der dann Ex-AG hat, wie gesagt, die A ...
Die Idee einen absolut unkündbaren Job (den ich im übrigen sehr gerne mag) mit gutem Verdienst im ÖD zu kündigen ist die beste, die ich überhaupt bisher gehört habe
Selbstverständlich wird jeder neue Arbeitgeber mit Handkuss akzeptieren, wenn man keine gesicherte Kinderbetreuung hat.
Ist dir eigentlich klar, dass viele Leute ihren Job verloren haben, weil sie keine Kinderbetreuung hatten? Aber genau, ich schieße meinem Arbeitgeber jetzt ins Knie, weil er mir schon seit 5 Monate ermöglicht, mich ohne Sorgen um mein Kind zu kümmern und dabei Arbeit liegen zu lassen bei voller Bezahlung. Was für ein Arsch von Arbeitgeber. „Ironie-off“