Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

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Sawyer30
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Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

Beitrag von Sawyer30 » 6. Feb 2020, 13:17

Hallo an alle.
Ich habe mal eine Frage. Wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, habe ich aus Dummheit bei meinem ehemaligen Arbeitgeber Geld entnommen. Aus diesen und anderen Gründen hatte ich mein Job verloren. Ich war lange krank und bin nun derzeit arbeitssuchend. Leistungen wurden beantragt (ALG 1).
Mit meinem ehemaligen Arbeitgeber hatte ich in 2018 bereits eine Ratenzahlung vereinbart, sodass ich trotz allem monatlich den offenen Betrag zurückzahlen werde.
Zudem hatte ich im letzten Jahr eine Erklärung abgeben, dass ich auf die Einrede der Verjährung verzichte.
Nun kam heute trotz Ratenzahlung ein Mahnbescheid über die Restsumme. Im Mahnbescheid steht auch, dass wenn ich Widerspruch einlege, der Betrag dann beim zuständigen Gericht vom Arbeitgeber eingeklagt werden kann.

Wie soll ich mich hier nun verhalten? Ich zahle ja normal den Betrag noch ab. Der ehemalige Arbeitgeber weiß, dass ich momentan arbeitssuchend bin und trotzdem eine Rate immer zahle. Habe denen auch damals schriftlich versichert, dass ich, wenn ich wieder Arbeit habe, mehr monatlich zurückzahlen kann.

Geht es hier beim Mahnbescheid nur darum, dass die Forderung auch allgemein nicht verjährt?
Denn bald kommt ja auch ein Vollstreckungsbescheid und hatte ja auch schon die Vermögensauskunft abgegeben. Habe nix, außer dass ich knapp 1. 100 Euro Arbeitslosengeld erhalte, von denen ich ja schon Raten bezahle. Bin etwas verwirrt.
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Re: Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

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tidus82
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Re: Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

Beitrag von tidus82 » 6. Feb 2020, 13:31

Ich denke, es wird einfach Unwissen des ehemaligen Arbeitgebers sein.
Er wird sicherlich versuchen den Betrag titulieren zu lassen, damit keine Ansprüche verloren gehen und vielleicht denkt er auch tatsächlich an eine Verjährung.
Die Verjährung ist allerdings durch deine dauerhafte Zahlung sowieso gehemmt - also da verjährt nichts.

Da du allerdings bereits die Vermögensauskunft abgegeben hast und auch keinen Grund hast dem zu widersprechen sehe ich es leider als gegeben an, dass du das über dich ergehen lassen musst. Prüfe aber bitte den Mahnbescheid auf Richtigkeit - insbesondere was die Summe angeht. Nicht dass er etwas titulieren lässt, was du vielleicht schon bezahlt hast. Weiterhin behalte jeden Überweisungsbeleg für eventuelle spätere Auseinandersetzungen.
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Sawyer30
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Re: Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

Beitrag von Sawyer30 » 6. Feb 2020, 13:39

Ja vielen Dank für die Info. Ich bin damals sogar extra zu einem mir bekannten Anwalt gegangen, da ich die Erklärung für die Einrede der Verjährung abgeben sollte. Er sagte mir auch, dass ich das normal nicht machen bräuchte, da ich ja schon Raten zahle und dies verjährungshemmend ist.
War alles sehr dumm gelaufen, hab dadurch genug verloren, bin gerade dabei, wieder auf die Füße zu kommen. Mehr als monatlich zahlen kann ich eben nicht.. Wenn mein ehemaliger Arbeitgeber damit auf Nummer sicher gehen will - bitte.
Da dies eh nicht von der Insolvenz erfasst wird (ist auch gut so, war ja mein Mist), hab ich noch ein Weilchen damit zu tun. Immerhin gibt es nix zu widersprechen, auf einen Prozess habe ich keinen Nerv mehr.
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insolaner
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Re: Mahnbescheid nach unerlaubter Handlung

Beitrag von insolaner » 6. Feb 2020, 16:21

Sawyer30 hat geschrieben:
6. Feb 2020, 13:39
Immerhin gibt es nix zu widersprechen, auf einen Prozess habe ich keinen Nerv mehr.
naja:
tidus82 hat geschrieben:
6. Feb 2020, 13:31
Prüfe aber bitte den Mahnbescheid auf Richtigkeit - insbesondere was die Summe angeht. Nicht dass er etwas titulieren lässt, was du vielleicht schon bezahlt hast.
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