Hier geht es in erster Linie um eine sachbezogene Diskussion rund um das Thema Ver- und Überschuldung (z.B. zur Existenzsicherung, Zwangsvollstreckung, Verbraucherinsolvenzverfahren). Für aktive und ehemals Selbstständige haben wir ein eigenes Forum 'Selbstständige' eingerichtet. Wie man mit Schulden und den damit resultierenden persönlichen Belastungen und Problemen umgeht und lebt, geht es im Schwesterforum 'life!'.
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Mit deinem unpfändbaren Anteil kannst du auf deutsch gesagt machen, was du willst. Wobei es sich natürlich anbietet, das Geld auch zu nutzen. Also wenn du monatlich Geld über hast, abheben und in die berühmte Brotdose packen. Da kräht kein Hahn danach und du kannst dir dann auch mal geringfügig was leisten. Nen Restaurantbesuch, Besuch im Freizeitpark, was auch immer.
Punkt ist der: Lässt du Geld am Ende des Monats übrig wird das nach 3 Monaten der Insolvenzmasse hinzugefügt. Du darfst also auf dem Konto nichts ansparen, das ist dann alles weg und die Gläubiger freuen sich, weil sie mehr bekommen als erwartet.
Mittlerweile sind die ersten 9 Monate meines Insolvenzverfahrens geschafft. Tatsächlich hat sich der IV erst 4 Monate nach meiner Umzugsmeldung bei mir gemeldet und wollte eine Kopie des Personalausweises als Nachweis für den Umzug. Und jetzt nach 9 Monaten hat er sich gemeldet und den Vor-Ort-Besuch angekündigt. Allerdings wusste die Dame für die Terminvereinbarung erst auf Nachfrage von meinem Umzug, der Vor-Ort-Besuch war an der alten Adresse eingeplant. Deshalb muss ich jetzt weiterhin auf einen Termin warten. Hoffentlich dauert das nicht wieder 9 Monate. Mittlerweile habe ich auch meine Partnerin geheiratet. Wir haben zwar keinen teuren Hausrat, aber ich hoffe dass der IV beim Besuch jetzt keine Eigentumsnachweise und Rechnungen sehen will.
Ansonsten muss ich mich jetzt noch mit der Quellenfreigabe für mein P-Konto beschäftigen, weil ich diesen Monat eine Treueprämie vom Arbeitgeber ausbezahlt bekomme und somit mein Pfändungsfreibetrag auf dem P-Konto deutlich überschritten wird und ja schon mein Gehalt beim Arbeitgeber gepfändet wird. Ich hoffe der Antrag läuft unkompliziert und schnell durch.
Vor wenigen Wochen habe ich (zum ersten Mal seit des persönlichen Ersttermins) bei meinem Insolvenzverwalter angerufen.
Dort wurde mir gesagt, dass jetzt alle Unterlagen vorliegen, alle Tätigkeiten rund um die Insolvenzmasse erledigt sind und im Mai der Abschlussbericht geschrieben wird. Ich sollte dann im Juni/Juli diesen Jahres die Aufhebungsmittelung vom Gericht bekommen und dann in die Wohlverhaltensphase übergehen. Das Insolvenzverfahren hätte in dem Fall ziemlich genau 1,5 Jahre gedauert.
Auf einen Vor-Ort-Besuch wird wegen meines Umzugs und der Zusammenführung der Haushalte mit meiner Frau komplett verzichtet.
Ich freue mich sehr über diesen Verlauf und dass mein Leben dann ein erstes Stück einfacher wird.
Der nächste Schritt ist geschafft. Wie von der Insolvenzverwaltung angekündigt wurde Anfang Mai der Abschlussbericht geschrieben und vom Gericht wurde eine Frist von knapp 8 Wochen gesetzt, in der noch Einsprüche erhoben werden können. Ansonsten wird das Insolvenzverfahren Anfang Juli aufgehoben und ich gehe in die Wohlverhaltensphase über.
Außerdem hatte ich kurz vorher noch einen Antrag um Quellenfreigabe wegen Doppelpfändung für mein Konto gestellt, weil mein Gehalt höher ist als der Freibetrag auf dem P-Konto und deshalb zum ersten Mal ein Teil des Einkommens auf dem Konto gesperrt war. Daraufhin hat mich allerdings der Insolvenzverwalter angerufen und war etwas erstaunt warum ich diesen Antrag gestellt hätte (was ja hier im Forum regelmäßig empfohlen wird) und ich mich doch stattdessen erstmal an ihn hätte wenden können. Jedenfalls hat der IV dann mein Konto direkt komplett freigegeben und ich sollte nur noch den Antrag bei Gericht zurückziehen, was ich dann auch gemacht habe. Mein Konto bei der Sparkasse (und auch das Geld darauf) wurde innerhalb von 24 Stunden freigegeben. Das nenne ich super einfach und unkompliziert.