P-Konto

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willi
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Re: P-Konto

Beitrag von willi »

stimmt was du sagst.
dann muss ich meine oben gemachte aussage revidieren.

das P-Konto gibt es seit 2010, und ende 2018 gab es 2.5millionen P-Konten.

dann unterstelle ich mal,(wieder)
wenn die banken nach 10 jahren, es nicht hinbekommen das richtig zu berechnen.dann liegt da irgend eine art von beschiss vor, an dem die bank geld verdient.
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caffery
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Re: P-Konto

Beitrag von caffery »

Dann unterstelle ich (mal wieder), dass Du das völlig falsch siehst und Du außerdem nicht bis zum Ende gelesen hast.

Aber was solls - wenns Dir mit Deiner Sichtweise persönlich besser geht, soll mir das auch recht sein.
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MrsRob
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Re: P-Konto

Beitrag von MrsRob »

willi hat geschrieben: 17. Jan 2021, 09:49 ... an dem die bank geld verdient.
Woran verdient Deine Bank Deiner Meinung nach Geld, wenn sie Beträge von Deinem P-Konto an Deinen Gläubiger überweist (jetzt mal egal, ob rechtens oder nicht) ???

Meiner Meinung nach machen die P-Konten den Banken einfach nur Arbeit, mit der sie eben NICHTS verdienen (und nur Aufwand haben) - und so was mag ein Bänker nun mal nicht.
Kann man ja durchaus verstehen.
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willi
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Re: P-Konto

Beitrag von willi »

@caffrey
ich hab es bis zu ende gelesen.

beim auskehren eines p-kontos fallen transaktionsgebühren/buchungsgebühren an.
das z.b. ist 1 punkt womit die bank ihr geld verdient.ich wollte in der gebührenordnung meiner bank nachschauen welche kosten dabei anfallen.

nur dieser posten wurde da nicht extra aufgeführt.

mal anders, bei 2,5 millionen p-konten X 12 monate = 30 millionen monate
wo was schief laufen kann. je nachdem bei welcher ssk man ist fallen für eine buchung kosten bis zu 2 euro an.
ein schelm ist wer böses dabei denkt.
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tidus82
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Re: P-Konto

Beitrag von tidus82 »

Wo verdient die Bank Geld, wenn sie eine einzige Auskehrungsbuchung tätigt, statt 2-3 (oder mehr) wenn der Schuldner das selbst machen würde?

Im Gegenteil - da verdient niemand dran. Die Banken wollen das loswerden, versuchen jeden Kunden, der eine Pfändung hat irgendwie zu vergraulen, weil der Aufwand viel größer ist und die Bank keinen Cent dafür sieht.
Noch dazu, dass dann entschieden wurde, dass ein P-Konto nicht teurer sein darf als das Basismodell.

Aber - wie Caffery auch schon sagte:
Wenn es dir mit deiner Sichtweise besser geht, dann ist das auch in Ordnung.
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Käsebrot
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Re: P-Konto

Beitrag von Käsebrot »

willi hat geschrieben: 17. Jan 2021, 13:34
beim auskehren eines p-kontos fallen transaktionsgebühren/buchungsgebühren an.
das z.b. ist 1 punkt womit die bank ihr geld verdient.ich wollte in der gebührenordnung meiner bank nachschauen welche kosten dabei anfallen.
Hm, woher kommt diese Annahme? Das Auskehren ist eine Transaktion wie jede andere auch. Ob und welche Gebühren dafür anfallen, hängt da wohl am ehesten von deinem Kontomodell ab. Aber pauschal kostet das sicher nicht extra. Bei den Basiskonten wird ja oftmals jede egal wie geartete Buchung extra bepreist, wer aber eine „Flatrate“ hat, zahlt da nix zusätzlich.
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Shopgirl
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Re: P-Konto

Beitrag von Shopgirl »

Ich bin einer von diesen bösen Bankern und kann vielleicht ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Lieber Willi, weißt du, warum ich hier angemeldet bin? Nö, ich bin nicht verschuldet. Ich bin hier angemeldet, weil das meine Chance ist, an Infos zu kommen, um den Leutchen zu helfen, die ihr P-Konto nicht verstehen oder eine Insolvenz beantragt haben und nicht mal wissen, was das ist (alles schon so vorgekommen).

Man könnte jetzt sagen, dass mein Arbeitgeber mich hätte schulen müssen. Tut er aber nicht. Und ich wette, das ist bei anderen Banken genauso. Das kostet alles Geld, was niemand in die Hand nimmt, um es Kunden leichter zu machen, die sowieso nur Geld kosten. Um es mal überspitzt auszudrücken.

Bei meinem Brötchengeber gibt es mittlerweile eine extra dafür gegründete zentrale Abteilung, die den ganzen Pfändungs-Kram bearbeitet. Diese Leute müssen bezahlt werden. Wir reden hier auch nicht von 2-3 Kollegen, die das so nebenbei machen.

Und deine Theorie mit den Transaktionsgebühren hinkt, weil die Auskehrung von Guthaben dem Gepfändeten nicht in Rechnung gestellt wird.

Es ist eigentlich ganz einfach: Banken haben keinen Bock auf P-Konten, weil die nur Geld kosten. Die große P-Konten-Verschwörung, an denen Banken sich die Taschen vollmachen, halte ich für absurd. Aber vielleicht irre ich mich ja und bald ist Investmentbanking nicht mehr das Feld, wo man das große Geld macht. Vielleicht ist bei P-Konten mehr zu holen ;)
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MrsRob
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Re: P-Konto

Beitrag von MrsRob »

@Shopgirl:
Hast Du denn auch einen Tipp für Willi u.a. was man tun kann,
wenn sich die Bank nicht an Recht oder Gesetz hält ?

Hier wurde ja offensichtlich die "First in - first out"-Regel
(gem. von caffery zitiertem BGH-Urteil)
von der Bank nicht beachtet.
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Zuletzt geändert von MrsRob am 18. Jan 2021, 06:43, insgesamt 1-mal geändert.
MrsRob
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Re: P-Konto

Beitrag von MrsRob »

doppelt, sorry.
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Käsebrot
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Re: P-Konto

Beitrag von Käsebrot »

Shopgirl hat geschrieben: 17. Jan 2021, 22:23 Ich bin einer von diesen bösen Bankern und kann vielleicht ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern.
Lieber Willi, weißt du, warum ich hier angemeldet bin? Nö, ich bin nicht verschuldet. Ich bin hier angemeldet, weil das meine Chance ist, an Infos zu kommen, um den Leutchen zu helfen, die ihr P-Konto nicht verstehen oder eine Insolvenz beantragt haben und nicht mal wissen, was das ist (alles schon so vorgekommen).

Man könnte jetzt sagen, dass mein Arbeitgeber mich hätte schulen müssen. Tut er aber nicht. Und ich wette, das ist bei anderen Banken genauso. Das kostet alles Geld, was niemand in die Hand nimmt, um es Kunden leichter zu machen, die sowieso nur Geld kosten. Um es mal überspitzt auszudrücken.
Das ehrt dich sehr, weil ich es leider bei der Kontoeröffnung meines jetzigen Girokontos erleben musste, wie unwissend die Bankmitarbeiter sind. Da wird dann gleich mit einer Kündigung des Kontos gedroht, sobald auch nur eine Pfändung eingeht (ich befand mich zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Monate in der WVP).
Natürlich will sich keiner mit den Problemen der anderen beschäftigen, manchmal ist es für ein gesundes Miteinander aber gar nicht so verkehrt.
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