Hallo Community,
ich kannte mich überhaupt nicht aus mit der ganzen Thematik, weil ich selber noch keine Schulden hatte.
Mein Vater hat im November eine EU Rentennachzahlung bekommen und bekommt seit Oktober EU Rente. Er ist seit dem deutlich besser gestellt. Seit September sind wir in der Schuldenberatung. Alles wurde eingeleitet, ein Vergleich sollte erzielt werden.
Er wollte das Geld retten, vor sich selber das er es (Krankheitsbedingt) nicht ausgibt und hat meinem Bruder und mir im Oktober/November/Dezember/Januar Geld überwiesen.
Ich habe von meinem Konto ca. 1200 Euro für ihn bezahlt (Schuldenberatung, Versicherung und andere Kleinigkeiten).
Jetzt soll er demnächst die Insolvenz eröffnen und es wurde uns gesagt, dass man das gar nicht darf, im Vorfeld Gelder überweisen. Durch Zufall von einem Bekannten.
Ich bin geschockt und vielleicht auch naiv. Sollten wir jetzt die Gelder wieder auf sein Konto überweisen damit wir da kein Ärger bekommen? Soll er davon dann was Bar abheben?
Was ist dann mit dem Geld was ich für ihn bereits von meinem Konto bezahlt habe? Ich habe seine Versicherung bezahlt und die Schuldenberatung, aber andere Dinge sind nicht so leicht nachweisbar, das ich ihm geholfen habe und er mir dann dafür Geld überwiesen hat.
Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
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Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Hi Ida1234,
gute Frage, hast du schonmal bei dem Thema "Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung" geschaut?
gute Frage, hast du schonmal bei dem Thema "Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung" geschaut?
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
.. dazu lässt sich viel "theoretisches" zum Verfahren schreiben.
Praktisch: Insolvenzantrag nicht vor Ablauf von 6 Monaten abgeben. Zurückzahlen und dann das Verfahren beantragen, das führt zu Rückfragen, denen Normalbürger nur selten gewachsen sind.
Praktisch: Insolvenzantrag nicht vor Ablauf von 6 Monaten abgeben. Zurückzahlen und dann das Verfahren beantragen, das führt zu Rückfragen, denen Normalbürger nur selten gewachsen sind.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Danke für die Antwort. Der Insolvenzverwalter wird doch auch in 6 Monaten nach fragen was los ist?
Ich kann jetzt nicht mehr sagen, dass ich davon nichts wusste. Das schützt ja vor Strafe nicht. Ich wüsste nicht was ich ihm/ihr erzählen soll, warum mein Vater Geld an uns überwiesen hat, was meine Ausgaben für ihn übersteigt. Ich kann nur ehrlich sein und sagen, wir wussten es nicht, wissen das jetzt, wollen uns keinen Ärger einhandeln.
Ich kann jetzt nicht mehr sagen, dass ich davon nichts wusste. Das schützt ja vor Strafe nicht. Ich wüsste nicht was ich ihm/ihr erzählen soll, warum mein Vater Geld an uns überwiesen hat, was meine Ausgaben für ihn übersteigt. Ich kann nur ehrlich sein und sagen, wir wussten es nicht, wissen das jetzt, wollen uns keinen Ärger einhandeln.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Hat da jemand noch Erfahrungen oder Ideen? Es würde mich freuen.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Ich müsste lügen wenn ich sagen würde ich hätte den Zusammenhang zu 100% überblickt.
Aber vom Grundsatz her habe ich den Ausführungen des Imkers nicht viel hinzuzufügen. Bei Kontoauszügen der letzten 6 Monate ist in aller Regel eine strenge Prüfung zu erwarten. Wenn da große Summen mit nahen Angehörigen hin- und hergeschoben wurden ist das Risiko sehr hoch, dass es zu unangenehmen Fragestellungen kommt auf die ein Normalsterblicher in der Regel keine sachdienliche Antwort zu geben weiß.
Und da ich mir bei sowas immer die Frage stelle: "Würde ein Schaden entstehen wenn man zugunsten einer Risikoabwendung Wartezeit in Kauf nimmt?" - und wenn die Antwort "Nein" ist (und das ist sie hier offenbar) - dann gibt es halt wenig Gründe (außer eben den dass Schuldnern sehr oft alles nicht schnell genug gehen kann) nicht einfach zu warten bis das Risiko weg ist.
Aber vom Grundsatz her habe ich den Ausführungen des Imkers nicht viel hinzuzufügen. Bei Kontoauszügen der letzten 6 Monate ist in aller Regel eine strenge Prüfung zu erwarten. Wenn da große Summen mit nahen Angehörigen hin- und hergeschoben wurden ist das Risiko sehr hoch, dass es zu unangenehmen Fragestellungen kommt auf die ein Normalsterblicher in der Regel keine sachdienliche Antwort zu geben weiß.
Und da ich mir bei sowas immer die Frage stelle: "Würde ein Schaden entstehen wenn man zugunsten einer Risikoabwendung Wartezeit in Kauf nimmt?" - und wenn die Antwort "Nein" ist (und das ist sie hier offenbar) - dann gibt es halt wenig Gründe (außer eben den dass Schuldnern sehr oft alles nicht schnell genug gehen kann) nicht einfach zu warten bis das Risiko weg ist.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Bei mir hat der IV nach Eröffnung die Kontoauszüge von einem Jahr angesehen.
Was ich mich aber außerdem noch Frage: Warum hat die Schuldenberatung Geld gekostet?
Wenn Du das Geld deines Vaters behalten willst, würde ich es zur Seite legen (Sparbuch, bar und würde eine Liste erstellen, was wann eingegangen ist, was du für ihn ausgegeben hast und was noch da ist).
Was ich mich aber außerdem noch Frage: Warum hat die Schuldenberatung Geld gekostet?
Wenn Du das Geld deines Vaters behalten willst, würde ich es zur Seite legen (Sparbuch, bar und würde eine Liste erstellen, was wann eingegangen ist, was du für ihn ausgegeben hast und was noch da ist).
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Ich habe die letzten 6 Monate vor der Privatinsolvenz meiner Mutter regelmäßig Geld überwiesen. Fragen kamen da seitens des Insolvenzverwalters (IV) nicht auf. Freilich aber hatte ich mir da Sorgen gemacht in Sachen Insolvenzverschleppung, wie ich später vfeststellen musste.
Ab welchem Betrag da - je nachdem welcher IV - Fragen aufkommen, mag ich nicht beurteilen.
Ab welchem Betrag da - je nachdem welcher IV - Fragen aufkommen, mag ich nicht beurteilen.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Das was du hier schreibst hat nichts mit Insovenzverschleppung zu tun, sondern eher etwas mit Insolvenzbetrug.TomH hat geschrieben: ↑20. Mär 2026, 18:43 Ich habe die letzten 6 Monate vor der Privatinsolvenz meiner Mutter regelmäßig Geld überwiesen. Fragen kamen da seitens des Insolvenzverwalters (IV) nicht auf. Freilich aber hatte ich mir da Sorgen gemacht in Sachen Insolvenzverschleppung, wie ich später vfeststellen musste.
Ab welchem Betrag da - je nachdem welcher IV - Fragen aufkommen, mag ich nicht beurteilen.
Re: Überweisung von Geld an erwachsene Kinder vor Insolvenzeröffnung
Ah ja, Danke.
Wie dem auch sei würde es wohl auch auf den Verwendungszeck ankommen. Wie in meinem Fall monatl. Kosten für Unterkunft (usw.) und Verpflegung.
Wie dem auch sei würde es wohl auch auf den Verwendungszeck ankommen. Wie in meinem Fall monatl. Kosten für Unterkunft (usw.) und Verpflegung.