Erwerbsobliegenheit und gesundheitliche Einschränkungen

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TomH
Wissender
Beiträge: 163
Registriert: 9. Sep 2025, 18:24

Erwerbsobliegenheit und gesundheitliche Einschränkungen

Beitrag von TomH »

Womöglich bietet dieser Beitrag jenen eine kleine Hilfe in ihrem Selbstverständnis und in der ggf. vorliegenden Unsicherheit mit dem Leiden was man selbst erlebt in solcher Situation umzugehen.

Es muss also keinen Dritten unweigerlich angehen, sondern zunächst jenen, der aufgrund gesundheitlicher Umstände nicht weiß, ob dies überhaupt einen Grund darstellen könnte.

Beschreiben tue ich dies allerdings aus Sicht eines Dritten, der zwar jemanden in solcher Beziehung betreut und pflegt. Für einen Betroffenen Patienten und "Insolaner" jedoch - wie ich denke - vehement entscheidender Ängste vor der Insolvenz abzubauen. Wie folgt:

Nachdem sich der Kreis um meine Mum zu schließen scheint (sofern man das als medizinischer "Laie" beurteilen kann). Möglicherweise hilft es ja auch wem anderen, der sich bloß in einem anderen Entwicklungsstadius befindet genauer nachzufragen und vor allem sich nicht nur auf ausgebildetes Fachpersonal zu verlassen.

Laie schreibe ich in Anführungsstriche, da ich zwar keine medizinische Ausbildung besitze, aber dennoch u.a. zahllose Studien aus dem Bereich Neurologie und sowie Herz-/Kreislauf gelesen und verglichen habe. Ich fasse kurz zusammen:

1. mitte- bis ende 2023 4 transitorisch ischämische Attacken (TIA)
(bei der 4. meinte tatsächlich der Oberarzt, es wären keine sondern pyschosomatische Ursachen, da man kein mophologisches Korrelat fand, was übrigens üblicherweise eine TIA bezeichnet!! [Per definitionem lässt sich kein morphologisches Korrelat der transitorischen ischämischen Attacke finden]).

2. vier Krankenhausnoteinweisung wegen zum ersten mal nachgewiesenem Vorhhofflimmern (VHF)
(bis dahin haben auch alle Ärzte an keine TIA mehr zu 100% geglaubt, geschweige hinterfragt, oder weitere Anstrengungen einer Differentialdiagnotik unternommen)
Da sie nach 4 Noteinweisungen trotz widersprüchlicher Aussagen der Belegärzte wieder mit Vorhofflimmern als gesund nach Hause entlassen wurde - obwohl sie jeweils nicht länger als einen halben Tag zwischen diesen zu Hause verbrachte, bis ich erneut den Notarzt rufen musste (man stelle sich vor wie es einem betroffenen Menschen dadurch ergeht, nachdem er noch nicht mal die TIA's verarbeitet hatte)-, fuhr ich sie Nachmittag nach erneutem extremen Auftreten kurzerhand in ein weitergelegenes Krankenhaus, wo man sich aus meiner vorigen Recherche nach damit gut auskannte.
Als wir ankamen war sie allerdings wieder im Sinus und der diensthabende Arzt bat mich um ein Gespräch auch aufgrund der letzten Arztberichte die ich mitnahm.
Er musste annehmen, das man hier vor Ort alles getan hätte. Ich erklärte ihm die Odysee meiner Mum (4 KrHs Noteinlieferungen in 2 verschiedene KrHs'er vor Ort). Er wollte dies dann doch noch einmal mit dem lt. Arzt besprechen, als er bloß eine halbe Stunde später wieder zu mir kam und mitteilte, sie man würde sie aufnehmen, sie sei wieder im VHF.

2.1 Im Grunde war nun 3 Monate alles in Ordnung, bis auf eine schwere fiebrige Infektion. Fieber kannte sie bislang nicht.
Danach folgte eine kardiologische REHA wg. dem VHF (et al.)
Bereits am Aufnahmetag - wie man mir später mitteilte - wäre sie im VHF gewesen, was ich nicht glauben konnte (warum sollte gerade jetzt VHF wieder auftreten).
Nach etwa 1 Woche Aufenthalt erneut ein fiebriger Infekt den man trotz fiebersenkenden Mitteln nicht unter erhöhte Temperatur brachte und sie dennoch an täglichen körperlichen Teilhabe nicht ausschloss. Für meine Mum war das freilich wichtig, für mich höchstbedenklich. Immerhin rät man selbst gesunden Menschen, sich nach Fieber zu schonen; meine Mum hatte zuvor Rhythmusstörungen und weiterhin bloß unterdrücktes Fieber!
2 Notrufe folgten: bei dem ersten gab man ihr sogar Sauerstoff, da ihre Sättigung in den Keller ging. Allerdings war beim Eintreffen des Rettungsdienstes ihre Werte wohl wieder recht in Ordnung, so dass man zwar selbst durch die Klinikleitung der REHA fassungslos schien sie nicht mit zu nehmen.
Nach 2 - 5 weiteren klieneren "Attacken" kam wieder der Rettungsdienst und zwar am Vortag ihrer ENtlassung aus der REHA; Diagnose: Herzdekompensation.
Nach dieser Diagnose, neben einer weiteren "Nebendiagnose" während ihrer 2. TIA, dürfte sie nach beiden gar nicht mehr leben, wäre stärker eingeschränkt als ist, und stünde lt. Statistik beider kurz vor dem Tod.
Danach folgten noch insgesamt 3 solcher Vorfälle tagsüber, die die sich aber mit der Zeit - seit etwa mitte bis August 2025 verliefen.
Stattdessen fingen seit mitte 2025 nächtliche Attacken an: sie wachte auf mit einem vibrieren in der Brust, und oft waren ihre Sauerstoffsättigung als auch ihr Puls in einem Bereich, den einem kein Arzt glauben würde.
Einmal hatten wir das "Glück", dass eine Rettungsassistentin tatsächlich diese Werte bestätigte, aber auch nicht glauben konnte was sie sah!! Insbesonder weil meine Mum da lag, wie sie nicht hätte dalegen können, unter solch niedrigen Werten 😉
Zugegebener Weise war bei diesem Einsatz allerdings auch Wasser in der Lunge.

2.1.1 So folgten jedenfalls ab mitte letztem Jahr bis einschließlich Anfang diesem Jahr unzählige nächtliche Noteinlieferungen, jeweils ohne abschließenden Befund nachdem man sie von Kardiologie zur Pneumologie untersuchte, allerdings DD u.a. psychogener Atemstörungen. Letztes wurde in einer renommierten Klinik jedoch entkräftet.

3. seit Freitag letzter Woche liegt sie im entfernten Uniklinikum
und wird diesen Donnerstag in eine Außenstelle dessen verlegt und Freitag an ihrer Mitralklappe operiert. Man weiß bis heute noch nicht, ob man reparieren- od. erstzen muss. Ich hoffe Ersteres!

...

Noch bis November 2025 hieß es - seit etwa 15 Jahren unverändert - sie "leide" unter einer leichten- bis mittelgradigen Mitralklappeninsuffizienz. Auch nahm sie bis Anfang 2025 noch ein Medikament ein, was zwar bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung indiziert ist, und auf meine Fragen aufgrund der Vorberichte (eine solche wäre nie diagnostiziert worden) unter Beobachtung abzusetzen. Immerhin nahm sie bis dato 12 Medikamente ein, und es war auch aus geriatrischer Sicht längst geboten diese zu kompremmieren, anstatt aus bloß von möglichen Nebenwirkungen neue Symptomatiken zu schaffen.

3. 1 neuer Kardiologe (m/w/x/div.)
Im November 2025 - nach einer enuten Notfalleinweisung hatte meine Mum innerhalb von nur 5 Werktagen 3 Kardiologen;
der erste in der Notaufnahme sagte ihr, mit dieser Herzklappe ginge sie nicht nach Hause. Der 2. bei einem "einfachen" Herzultraschall: sie müsse operiert werden. Der 3. und gesellschaftsführende der Belegärtzepraxis am hiesigen KrHs jedoch, sie könne noch am gleichen Tag entlassen werden, was auch geschah. Weitere Fraglichlkeiten will ich i.d.Z. nicht aufführen. Allerdings sollte er ein "spezielles" Herzultraschall durchführen, was aus technischen Gründen nicht durchgeführt werden konnte. ABer man war sich sicher, dass es auch ohn ginge.

3.2. in der Uni nun, letzte Woche Freitag

wurde dieses durchgeführt.

Ausschlaggebend dafür war die EInweisung durch ihren Hausazt, nachdem ihr neuer Kardiologe (der 2. im oberen Bericht hier) keine EInweisung ausstellen "konnte", da er wörtlich: seine Patienten möge und noch weiter in der Praxis arbeiten wolle, gegen "gesellschaftliche" ... verstoßen würde: Klartext: widerspreche nicht in der Diagnose deinem gesellschaftlichen und damit auch medizinischen Vorgesetzten.
Ihr (meine Mum) Hausarzt fand das schräg, in der Tat. Aber ich Dankbar dass es u.a. auch Ärzte gibt, die nicht nur ihren Vorgesetzten folgen.
Jedenfalls wurde die Untersuchung durchgeführt, die ich nun auch als Laie als "spezielles" Herzutraschall" verstehe.
Ergebnis anstatt einer leichten- bis mittelgradigen Mitralklappeninsuffizienz, eine Hochgradige.

Abschließend möchte ich auch für Betroffen erwähnen

Dies alles scheint sich in der linken Herzhälfte zuzutragen:

a. Mitralklappe schließt nicht richtig

b. VHF entsteht meist der linken Herzälfte

c. linkes Herzohr meist verantwortlich für Trombenbildung (vgl. u.a. TIA)

Wenn nun entscheidend ein genereller funktionaler Fehler vorliegt, der zwar medikamentös in seiner Symptomatik den Alltag erträglicher Macht, muss dies nicht bedeuten, dass andere Symptomatiken entstehen können, gerade wenn man bloß eine Symptomatik behandelt, und nicht eine Ursache.

Und vllt. betet ja auch einer für den kommenden Freitag für meine Mum, dass sie den Eingriff gut übersteht und endlich wieder erholt ihren nächtlichen Schlaf findet.
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Re: Erwerbsobliegenheit und gesundheitliche Einschränkungen

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Hi TomH,

gute Frage, hast du schonmal bei dem Thema "Erwerbsobliegenheit und gesundheitliche Einschränkungen" geschaut?
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