Ich bin euch sehr dankbar hier für eure Hilfe.
Mein Mann hat keine Schulden. Gar keine.
Ja, ich hab sie ganz allein gemacht. Ich habe erst in einem Institut gearbeitet, wo so wenig bezahlt wurde, das ich immer im Dispo war. Dann habe ich gewechselt, in ein anderes Institut, dort habe ich besser verdient, aber das Geld kam unpünktlich. Irgendwann habe ich einen Kredit aufgenommen um den Dispo auszugleichen und Geld für den Anfang des Monats zu haben. Wir haben zwei Kinder, ich war immer diejenige, die Sachen gekauft hat, Lebensmittel usw. Wenn wir unterwegs waren, hab ich immer bezahlt und wenn Feierlichkeiten waren ebenso. Und so rutschte ich immer mehr rein. Letztes Jahr war ich krank, bezog Krankengeld. Meine Firma zahlte trotzdem Lohn. Es war auch zu einer Zeit, als wir Gewinnbeteiligung bekamen. Ich hab mich schon gewundert, aber ich hatte keinen Lohnschein,weil digital. Irgendwann wollte meine Firma die 4500€ zurück, also wieder Kredit aufgenommen. Kindergeld musste ich auch zurückzahlen,obwohl ich rechtzeitig abgegeben habe,das mein Sohn fertig ist mit lernen. Und seitdem geht’s abwärts. Ich konnte meinem Mann das nicht sagen und wollte es auch nicht. Ich dachte,ich Krieg es hin. Nun ist vor einer Woche die Bombe geplatzt. Ich habe es ihm gebeichtet. Er war fassungslos, aber wir schaffen es.
Ich bin nicht sehr stolz auf mich und fühle mich schrecklich. Vorallem weil ich noch einen neunjährigen Sohn zu Hause habe. Und eigentlich nicht einmal Geld für eine Kugel Eis.
Wie soll ich durch diesen Monat kommen? Der Monatslohn ist noch auf mein altes Konto gegangen. Mein großes Kind hat auch Geburtstag in zwei Wochen. Wie soll ich ihm was kaufen?
Ich weiß, ich bin da selbst schuld dran. Aber ich möchte wieder leben und nicht verzweifeln.
Neu hier
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Re: Neu hier
Entschuldigt bitte, aber jetzt bin ich grad doch bisschen am Verzweifeln und weiß grad nicht weiter.
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Re: Neu hier
Entschuldige wenn ich frage, du bist doch verheiratet. Aber du schreibst immer in der Ich Form.
Dein Mann verdient doch auch Geld. Wenn du diesen Monat nichts mehr hast, habt ihr doch noch sein Gehalt.
Ich kann mir schon vorstellen wie du dich fühlst. Mir ging es mal so ähnlich. Auch wenn es jetzt hart ist, du schaffst das schon. Nicht aufgeben.
Vielleich bekommst du kurzfristig einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Da wird dir dann auf jeden Fall geholfen.
Drück dir die Daumen das dass schnell klappt.
LG
Dein Mann verdient doch auch Geld. Wenn du diesen Monat nichts mehr hast, habt ihr doch noch sein Gehalt.
Ich kann mir schon vorstellen wie du dich fühlst. Mir ging es mal so ähnlich. Auch wenn es jetzt hart ist, du schaffst das schon. Nicht aufgeben.
Vielleich bekommst du kurzfristig einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Da wird dir dann auf jeden Fall geholfen.
Drück dir die Daumen das dass schnell klappt.
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Re: Neu hier
Ja, ich bin verheiratet. Und mein Mann verdient auch gutes Geld. Natürlich kann ich meinen Mann fragen und er gibt mir auch das Geld. Es ist nur so, das ich immer alles alleine regeln will. So ist mein Leben: ich muss… ich muss… ich muss.. Immer alles mit mir ausmachen, allein. Nicht eingestehen, Hilfe zu brauchen, noch schwieriger, welche anzunehmen. Stehe bei Verhaltenstherapie auf der Warteliste.Neuling2025 hat geschrieben: ↑29. Aug 2025, 11:40 Entschuldige wenn ich frage, du bist doch verheiratet. Aber du schreibst immer in der Ich Form.
Dein Mann verdient doch auch Geld. Wenn du diesen Monat nichts mehr hast, habt ihr doch noch sein Gehalt.
Ich kann mir schon vorstellen wie du dich fühlst. Mir ging es mal so ähnlich. Auch wenn es jetzt hart ist, du schaffst das schon. Nicht aufgeben.
Vielleich bekommst du kurzfristig einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Da wird dir dann auf jeden Fall geholfen.
Drück dir die Daumen das dass schnell klappt.
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Re: Neu hier
Genau das, was caffery sagt. Und auch nicht versuchen, kleinere Schulden abzustottern. Wenn die Insolvenz mal eröffnet wurde, werden alle Gläubiger gleich behandelt. Heißt: In der Insolvenzphase wird direkt beim Arbeitgeber der pfändbare Betrag geholt und dir wird der Rest aufs Konto überwiesen. Mit diesem Geld kannst / musst du dann leben.
Solange du in der Insolvenzphase bist, musst du Erbe (falls du erben solltest) zu 100% abtreten, Gewinne aus Glücksspiel meine ich anteilig. Keine Schenkungen annehmen, zumindest keine, die mal locker in die Tausende gehen.
Wenn dir jetzt dein Mann nen Fuffi in den Geldbeutel steckt, sch... drauf. Danach kräht kein Hahn und Bargeld wird außer beim ersten Besuch (falls es einen gibt) vom Insolvenzverwalter mitgenommen. Falls der Insolvenzverwalter vorbeikommt auch nichts verschweigen, weder Schmuck noch Bargeld oder sonstige Wertsachen. Kann aber genauso gut sein, dass ihn das gar nicht interessiert und er nicht vorbeikommt.
Solange du dich in der Insolvenzphase befindest, sei vorsichtig, lebe mit den Limits, die dir aufgetragen werden und mach um Himmels Willen keine Schulden mehr. Du darfst gerne deinen Lebensunterhalt bestreiten, aber keine sinnlosen Ausgaben tätigen. Dein Schufa Score wird ohnehin auf unter 10% fallen, was dich praktisch geschäftsunfähig macht, was Kredite angeht.
Aber du sollst ja jetzt auch erstmal lernen, mit deinem dir zur Verfügung stehenden Geld auszukommen.
Kleiner Vorschlag meinerseits, der mir viel gebracht hat: Leg dir ein schlichtes Excel Haushaltsbuch an, wo du alle deine Einnahmen und Ausgaben, separiert in fixe (Miete, Strom, Handy...) und variable (Rewe, Kaufland...), rein schreibst. Dann bekommst du auch ein Gefühl dafür, wofür du dein Geld ausgibst und siehst ganz genau, wie viel du noch übrig hast.
Natürlich kannst du auch ganz normal Stift und Papier nehmen, mir hat die Excel Tabelle aber in der Tat geholfen, einen Überblick zu erhalten und unerwartete Ausgaben zu vermeiden. Und das hat noch einen anderen Vorteil: Wenn du Ausgaben in Zukunft zu erwarten hast kannst du das auch gleich notieren.
Ach und eine Sache ist mir noch eingefallen: Wenn du Geld am Monatsende übrig hast, geh zur Bank, heb es ab und ab damit in die berühmte Brotdose. Auf dem P-Konto sparen ist nicht. Nach 3 Monaten wird alles, was über Pfändungsfreigrenze ist, an den Insolvenzverwalter abgetreten. Daher lieber in bar holen oder beispielsweise mal was vom Lieferdienst bestellen, je nachdem.
Solange du in der Insolvenzphase bist, musst du Erbe (falls du erben solltest) zu 100% abtreten, Gewinne aus Glücksspiel meine ich anteilig. Keine Schenkungen annehmen, zumindest keine, die mal locker in die Tausende gehen.
Wenn dir jetzt dein Mann nen Fuffi in den Geldbeutel steckt, sch... drauf. Danach kräht kein Hahn und Bargeld wird außer beim ersten Besuch (falls es einen gibt) vom Insolvenzverwalter mitgenommen. Falls der Insolvenzverwalter vorbeikommt auch nichts verschweigen, weder Schmuck noch Bargeld oder sonstige Wertsachen. Kann aber genauso gut sein, dass ihn das gar nicht interessiert und er nicht vorbeikommt.
Solange du dich in der Insolvenzphase befindest, sei vorsichtig, lebe mit den Limits, die dir aufgetragen werden und mach um Himmels Willen keine Schulden mehr. Du darfst gerne deinen Lebensunterhalt bestreiten, aber keine sinnlosen Ausgaben tätigen. Dein Schufa Score wird ohnehin auf unter 10% fallen, was dich praktisch geschäftsunfähig macht, was Kredite angeht.
Aber du sollst ja jetzt auch erstmal lernen, mit deinem dir zur Verfügung stehenden Geld auszukommen.
Kleiner Vorschlag meinerseits, der mir viel gebracht hat: Leg dir ein schlichtes Excel Haushaltsbuch an, wo du alle deine Einnahmen und Ausgaben, separiert in fixe (Miete, Strom, Handy...) und variable (Rewe, Kaufland...), rein schreibst. Dann bekommst du auch ein Gefühl dafür, wofür du dein Geld ausgibst und siehst ganz genau, wie viel du noch übrig hast.
Natürlich kannst du auch ganz normal Stift und Papier nehmen, mir hat die Excel Tabelle aber in der Tat geholfen, einen Überblick zu erhalten und unerwartete Ausgaben zu vermeiden. Und das hat noch einen anderen Vorteil: Wenn du Ausgaben in Zukunft zu erwarten hast kannst du das auch gleich notieren.
Ach und eine Sache ist mir noch eingefallen: Wenn du Geld am Monatsende übrig hast, geh zur Bank, heb es ab und ab damit in die berühmte Brotdose. Auf dem P-Konto sparen ist nicht. Nach 3 Monaten wird alles, was über Pfändungsfreigrenze ist, an den Insolvenzverwalter abgetreten. Daher lieber in bar holen oder beispielsweise mal was vom Lieferdienst bestellen, je nachdem.
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Re: Neu hier
Das überdenkst Du ja gerade .... mir erscheint das zur Problemlösung erheblich beitragen zu könen, wenn Du da Dein Verhalten überdenkst und ggf. ändern kannst. Wird nicht leicht sein.Knoppers0509 hat geschrieben: ↑29. Aug 2025, 12:08...
Immer alles mit mir ausmachen, allein. Nicht eingestehen, Hilfe zu brauchen, noch schwieriger, welche anzunehmen. Stehe bei Verhaltenstherapie auf der Warteliste.
Welches Bundesland ist für Dich zuständig?
Dein NETTO von rd. 2.200 wird Dir in der Inso ganz oder überwiegend bleiben - je nachdem wie die Unterhaltspflicht für das Kind (eins??) beurteilt wird.
Ungewöhnlich ist für mich die Sorge "was kaufe ich zum Gebiurtstag für das Kind".
Bekommt das Kind nur von Dir Geschenke - hat das Kind bemerkt, dass das Geld bei Dir oder bei Euch knapp geworden ist? Wasmacht Dein Ehemannmit "seinem" Geld?
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Re: Neu hier
Öhm, als Ehepaar sollte man doch zusammen an einem Strang ziehen. Da gibt es kein "Ich muss ALLES alleine schaffen". Man schafft es gemeinsam. Macht dein Mann da nicht mit oder traust du ihm es nicht zu, dass er dir helfen kann? Ich weiß aber auch nicht, warum es heute in so vielen Köpfen noch so tief verankert ist, wenn man nicht alles alleine schafft, dass man dann ein Versager ist. In der Arbeitswelt sind Alleinkämpfer gar nicht (mehr) gerne gesehen. Ich arbeite als Techniker beim Kunden und wenn ich ein Problem habe, klar schaue ich primär nach Lösungen, aber wenn ich merke, dass ich nicht vorwärts komme, hole ich mir auch die Hilfe von Kollegen. Gemeinsam schafft man mehr.Knoppers0509 hat geschrieben: ↑29. Aug 2025, 12:08Ja, ich bin verheiratet. Und mein Mann verdient auch gutes Geld. Natürlich kann ich meinen Mann fragen und er gibt mir auch das Geld. Es ist nur so, das ich immer alles alleine regeln will. So ist mein Leben: ich muss… ich muss… ich muss.. Immer alles mit mir ausmachen, allein. Nicht eingestehen, Hilfe zu brauchen, noch schwieriger, welche anzunehmen. Stehe bei Verhaltenstherapie auf der Warteliste.Neuling2025 hat geschrieben: ↑29. Aug 2025, 11:40 Entschuldige wenn ich frage, du bist doch verheiratet. Aber du schreibst immer in der Ich Form.
Dein Mann verdient doch auch Geld. Wenn du diesen Monat nichts mehr hast, habt ihr doch noch sein Gehalt.
Ich kann mir schon vorstellen wie du dich fühlst. Mir ging es mal so ähnlich. Auch wenn es jetzt hart ist, du schaffst das schon. Nicht aufgeben.
Vielleich bekommst du kurzfristig einen Termin bei einer Schuldnerberatung. Da wird dir dann auf jeden Fall geholfen.
Drück dir die Daumen das dass schnell klappt.
LG
Sich Hilfe zu holen hat aber auch wirklich nichts mit Schwäche zu tun. Es ist eher schwach, wenn man sich keine Hilfe holt. Scheint bei dir aber eher was psychisches zu sein?
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