Restschuldbefreiung erteilt und trotzdem eine Frage....

Hier geht es in erster Linie um eine sachbezogene Diskussion von Problemen im Verbraucherinsolvenzverfahren (z.B. zur Existenzsicherung, Zwangsvollstreckung, Verbraucherinsolvenzverfahren). Für aktive und ehemals Selbstständige haben wir ein eigenes Forum 'Selbstständige' eingerichtet. Allgemeine Fragen und Probleme rund um das Thema Schulden können im Forum 'Schuldenprobleme' diskutiert werden. Wie man mit Schulden und den damit resultierenden persönlichen Belastungen und Problemen umgeht und lebt, geht es im Schwesterforum 'life!'.
Antworten
max2019
Mitglied
Reaktionen: 0
Beiträge: 18
Registriert: 23. Feb 2019, 10:09

Restschuldbefreiung erteilt und trotzdem eine Frage....

Beitrag von max2019 » 8. Feb 2020, 14:40

Hallo liebe Forumsgemeinde,

auch ich habe es endlich seit Oktober 2019 hinter mir. Mir wurde somit die Restschuldbefreiung in 10/2019 erteilt. (Es wurde von mir Antrag auf Verkürzung 5 Jahre gestellt).
Meine Insolvenz begann in 08/2014, Aufgehoben wurde das Verfahren (§200) in 10/2016 und schliesslich die Restschuldbefreiung in 10/2019 rechtskräftig erteilt. In der gesamten Zeit wurde rechtmässig mein Lohn abgetreten, vor der Aufhebung nach § 200 des Insolvenzverfahrens wurde sogar wegen Umzugs eine Kaution eingenommen sowie sämtliche Steuerguthaben vereinnahmt. Soweit ist ja alles gut und normal. Seit Beginn der Insolvenz ( 08/2014) bestand ein VWL-Sparvertrag über mein Arbeitgeber. Dieser konnte aber wohl von dem Insolvenzverwalter/Treuhänder damals nicht einfach aufgelöst werden (VWL Sperrfristen). So wurde ab der ersten Auszahlperiode (2016) die Nachtragsverteilung über den Auszahlbetrag angeordnet und zur Masse gezogen. Alles soweit korrekt.
Meine Frage diesbezüglich lautet:

Im November 2019 wurde mir auf telefonischer Nachfrage beim Treuhänder (Sekretärin) der mir zustehenden Neuerwerb (aus der Lohnpfändung) ausbezahlt.( Erteilung der Restschuldbefreiung 10/2019 auf Rückwirkend 08/2019 (5 Jahre))
Mir hatte die Sekretärin noch am Telefon gesagt das Sie noch die Nachtragsverteilung beim Gericht beantragen werde wegen den VWL für die nächsten Jahre. Verstehe das nicht. Geht das überhaupt?
Mein Verfahren wurde doch beendet und die Restschuldbefreiung mit Rechtskraft versehen. Der Treuhänder ist doch gar nicht mehr im Amt, oder? Bei der Erteilung der Restschuldbefreiung stand nichts von Anordnung einer Nachtragsverteilung.
Bisher ist wohl noch nichts passiert weder Post vom Amtsgericht noch in den Insolvenzbekanntmachungen steht etwas. Der nächste Auszahtermin ist in diesem Jahr in 06/2020.
Bin irgendwie total verwierrt wegen dieser Aussage....... Hoffe auf Infos von Euch...........
Danke schon mal im vorraus........
Gruß
Max 2019
0
Werbung
Bot
Beiträge: 263
Registriert: 26. Jan 2020

Re: Restschuldbefreiung erteilt und trotzdem eine Frage....

Werbung

Hast du schonmal hier geschaut? Oft findet man dort schon eine Antwort. :-)
0
imker
Wissender
Reaktionen: 14
Beiträge: 232
Registriert: 4. Okt 2018, 10:48

Re: Restschuldbefreiung erteilt und trotzdem eine Frage....

Beitrag von imker » 8. Feb 2020, 15:27

Das "Vorschriftenwesen" dazu ist besonders unklar
die "Gefahr, dass das passiert ist mE größer als 50%
sollte so ein Beschluss kommen, auf die RM-Belehrung achten
hier was zum Einlesen

https://www.haufe.de/recht/deutsches-an ... 00633.html
https://www.rechtslupe.de/stichworte/na ... verteilung
0
caffery
Guru
Reaktionen: 126
Beiträge: 1149
Registriert: 13. Aug 2018, 20:45

Re: Restschuldbefreiung erteilt und trotzdem eine Frage....

Beitrag von caffery » 8. Feb 2020, 15:36

max2019 hat geschrieben:
8. Feb 2020, 14:40
vor der Aufhebung nach § 200 des Insolvenzverfahrens wurde sogar wegen Umzugs eine Kaution eingenommen sowie sämtliche Steuerguthaben vereinnahmt.
Das ist ja auch ärgerlich. BGH Beschluss v. 16.03.2017 - IX ZB 45/15 kam da wohl ein kleines bisschen zu spät. Wobei die Nummer mit der Kaution auch vorher schon massiv umstritten war.
0
Antworten