Privatinsolvenz geplant – Kredit kurz vorher, Angst vor Eingehungsbetrug / Erfahrungen gesucht
Verfasst: 9. Jan 2026, 17:58
Hallo zusammen,
ich lese hier schon eine Weile mit und hoffe auf eine realistische Einschätzung bzw. Erfahrungen von Menschen, die Ähnliches erlebt haben.
Zu meiner Situation (stark zusammengefasst):
-Schulden ca. 95.000 €, überwiegend Ratenkredite (u. a. Auxmoney) und Kreditkarten
-keine Luxusanschaffungen, sondern über Jahre laufender Konsum / Alltagskosten / Lebenshaltung
-monatliche Kreditraten zuletzt ca. 2.400 €, nicht mehr tragbar
-festes Einkommen (öffentlicher Dienst), verheiratet, 2 Kinder, Gütertrennung, getrennte Konten
-keine Vermögenswerte (kein Eigentum, kein Sparvermögen), nur Riester-Rente (wir haben ein Haus, ich stehe nicht im Grundbuch)
-aktuell keine Zahlungsrückstände bei Miete/Versicherungen/etc.
Am 27.11. habe ich noch einmal einen Aufstockungskredit aufgenommen, in der Hoffnung, die Situation damit zu stabilisieren. Im Nachhinein war das natürlich ein Fehler – kurz darauf wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Ich habe daraufhin professionelle Hilfe gesucht und stehe kurz davor, eine Kanzlei mit der Vorbereitung der Privatinsolvenz zu beauftragen. Empfehlung ist, die Zahlungen an alle Gläubiger einheitlich einzustellen und das Verfahren geordnet vorzubereiten (Antrag voraussichtlich in ca. 2–3 Monaten).
Was mir große Angst macht:
-der Kredit vom 27.11. (zeitlich nah vor der Insolvenz)
-die Sorge, dass mir daraus ein Eingehungsbetrug konstruiert werden könnte
-außerdem habe ich in der Übergangsphase noch einmal meine Kreditkarte genutzt, das habe ich inzwischen aber vollständig eingestellt
Es gab keinen Vorsatz, irgendwen zu täuschen – ich habe bis zuletzt geglaubt, das noch irgendwie zu schaffen, und habe auch immer gezahlt. Erst danach kam die Erkenntnis, dass die Situation dauerhaft nicht tragbar ist.
Meine Fragen an euch:
Gibt es hier Menschen, die kurz vor der Insolvenz noch Kredite aufgenommen haben?
Wurde das bei euch problematisiert oder blieb es folgenlos?
Wie streng prüfen Insolvenzverwalter in der Praxis wirklich die Zeit vor Antragstellung?
Gab es bei euch ernsthafte Probleme oder blieb es eher bei formalen Nachfragen?
Mir geht es nicht um „Schönreden“, sondern um eine realistische Einschätzung aus der Praxis.
Vielen Dank an alle, die ihre Erfahrungen teilen.
ich lese hier schon eine Weile mit und hoffe auf eine realistische Einschätzung bzw. Erfahrungen von Menschen, die Ähnliches erlebt haben.
Zu meiner Situation (stark zusammengefasst):
-Schulden ca. 95.000 €, überwiegend Ratenkredite (u. a. Auxmoney) und Kreditkarten
-keine Luxusanschaffungen, sondern über Jahre laufender Konsum / Alltagskosten / Lebenshaltung
-monatliche Kreditraten zuletzt ca. 2.400 €, nicht mehr tragbar
-festes Einkommen (öffentlicher Dienst), verheiratet, 2 Kinder, Gütertrennung, getrennte Konten
-keine Vermögenswerte (kein Eigentum, kein Sparvermögen), nur Riester-Rente (wir haben ein Haus, ich stehe nicht im Grundbuch)
-aktuell keine Zahlungsrückstände bei Miete/Versicherungen/etc.
Am 27.11. habe ich noch einmal einen Aufstockungskredit aufgenommen, in der Hoffnung, die Situation damit zu stabilisieren. Im Nachhinein war das natürlich ein Fehler – kurz darauf wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen kann.
Ich habe daraufhin professionelle Hilfe gesucht und stehe kurz davor, eine Kanzlei mit der Vorbereitung der Privatinsolvenz zu beauftragen. Empfehlung ist, die Zahlungen an alle Gläubiger einheitlich einzustellen und das Verfahren geordnet vorzubereiten (Antrag voraussichtlich in ca. 2–3 Monaten).
Was mir große Angst macht:
-der Kredit vom 27.11. (zeitlich nah vor der Insolvenz)
-die Sorge, dass mir daraus ein Eingehungsbetrug konstruiert werden könnte
-außerdem habe ich in der Übergangsphase noch einmal meine Kreditkarte genutzt, das habe ich inzwischen aber vollständig eingestellt
Es gab keinen Vorsatz, irgendwen zu täuschen – ich habe bis zuletzt geglaubt, das noch irgendwie zu schaffen, und habe auch immer gezahlt. Erst danach kam die Erkenntnis, dass die Situation dauerhaft nicht tragbar ist.
Meine Fragen an euch:
Gibt es hier Menschen, die kurz vor der Insolvenz noch Kredite aufgenommen haben?
Wurde das bei euch problematisiert oder blieb es folgenlos?
Wie streng prüfen Insolvenzverwalter in der Praxis wirklich die Zeit vor Antragstellung?
Gab es bei euch ernsthafte Probleme oder blieb es eher bei formalen Nachfragen?
Mir geht es nicht um „Schönreden“, sondern um eine realistische Einschätzung aus der Praxis.
Vielen Dank an alle, die ihre Erfahrungen teilen.