Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Inso? » 11. Jun 2019, 15:08

Ich habe jetzt seit weit über zwei Jahren ein P Konto, das Konto besteht seit 6 Jahren. Probleme gab es ein zwei Mal, das waren aber technische Probleme. Einrichtung des P Kontos erfolge innerhalb kürzester Zeit (ca. 24 Stunden).

Meine Erfahrungen mit der Deutschen Bank und der Volksbank sind eine echte Katastrophe. Ansonsten habe ich mein Geschäftskonto bei der Skatbank - und die sind echt Klasse. Einziger Nachteil man kann kein Bargeld auf das Kto einzahlen. Dafür sind die telefonisch gut zu erreichen und kümmern sich auch um alles direkt.

Die Fidor Bank als "Start-Up" zu bezeichnen ist gewagt, erstens gibt es sie doch schon recht lange, und des Weiteren gehört sie zur Groupe BPCE, zu der sowohl die französischen Volksbanken (Groupe Banque Populaire) als auch die französischen Sparkassen (Groupe Caisse d’Epargne) gehören.
Dio B.
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Dio B. » 11. Jun 2019, 18:03

Hmn, aber gehört die Skatbank nicht auch irgendwie zu einer Volksbank dazu?
Aber die Preisliste klingt schon verlockend, abgesehen vom Einzahlproblem.

Hach, ich kann mich nicht entscheiden.
Andererseits wäre die Spardabank eine Bank bei mir im Ort, die soweit sogar erträgliche Preise hat.

Ich kann mich nicht wirklich entscheiden.
Mir mahct auch der ganze Aufwand sorgen, Alles umzustellen.
und dabei vielleicht wen oder was zu vergessen! :O
Dio B.
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Dio B. » 13. Jun 2019, 22:15

Hallo,
Ich bin mir nur unsicher was der Klügste weg wäre:
Ich habe noch (bisher nie benutzte) Konten bei Fidorbank und N26, sowie ein zwei andere Banken.

Ich stünde nun vor der Wahl:
Entweder alle Konten zu kündigen und bei der Bank meiner Wahl (die mir von kontoführungsgebühren und Co. her am Meisten zusagt) ein Basiskonto eröffnen zu lassen.

Oder einfach hinzugehen, umgehend bei N26 oder Fidorbank die Umwandlung in ein P-Konto zu verlangen.
Und mein kont stillschweigend dort hin zu transferieren ohne irgendwas zu kündigen.

Aktuell tendiere ich zu Letzterem.
Aber ist da sicher das, wenn ich bspw. bei der Fidorbank die Umwandlungin ein P-Konto velrange, die mir das nicht abrupt kündigen?
oder swenn ich das P-Konto habe, die mir dann das eifnach mal so kündigen?
Gibt es da irgendwie Gesetze bzgl. Kündigungsschutz des P-Kontos oder so?

Weil die Bank könnte sich ja immer gut rausreden a la "Sie haben ja aktuelkl ncoh andere Konten, da sind sie eh kein Basiskontokandidat, da dürfen wir sie kündigen wie wir wollen", oder?

Was meint ihr, wie sieht es da mit Kündigungsschutz aus?
oder meint ihr eher, ich sollte gleich Alles aufs basiskonto anlegen?
(habe nur Angst dass ich alle Konten kündige und dann, weil die poitentielle neue Bank meint, das gesetz umdeuten zu müssen, ewig zicken macht mit basiskontoeröffnung und ich ewig ohne Konto bin, aka Lastschriften und Co. nicht bezahlt werden)
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Ruhrpottmensch » 14. Jun 2019, 08:14

Braucht man wirklich zahlreiche (Internet)Konten? Nein! Zumindest nicht in Deiner momentanen Einkommenssituation... (Und vor allem weil da das Spiel mit dem Kündigen der überschüssigen Konten bei einer Inso eh wieder los geht)

Können P-Konten einfach so gekündigt werden?! Meines Wissen nach nicht, so lang ist es gar nicht her, dass die Politik entschieden hat, dass jeder Bürger min. ein Basis/P-Konto haben darf/muss...

Und jetzt noch mal ein paar persönliche Worte:
Ich würde, wenn dass alles so ist wie Du schreibst, nicht mehr all zu lange "rumeiern".
Wenn Du Schulden hast und befürchtest, dass die Gläubiger diese auch versuchen einzutreiben, dann geht es jetzt darum Dein Einkommen zu sichern und dann alles weitere abzuwarten. Das macht man eben am Besten durch ein P-Konto. Wenn Du den Dispo bei der Volksbank nicht zurückzahlen kannst/möchtest, dann musst Du die VB eben mit ins (Gläubiger)Boot holen und zu einer anderen Bank wechseln (Und nochmals der Tipp: Ich persönlich würde in solch einer Situation die Hände von irgendwelchen Internet/Direktbanken lassen!)...

Also: Ein Konto als P-Konto eröffnen und über dieses Konto in Zukunft alle Einahmen und "lebenswichtigen" Zahlungen leisten. Damit hast Du erstmal einen recht guten & sicheren Stand...
Dio B.
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Dio B. » 14. Jun 2019, 09:12

es geht ja auch nicht ums Rumeiern sondern schlicht um die Frage:
soll ich alle Konten dicht machen und ein Basiskonto bei ner Bank aufmachen?
oder einfach bei einer der vorhandenen Konten umwandeln in ein P-Konto und dorthin wechseln?

mir gehts halt um den Kündigungsschutz, wenn die Bank mitkriegt wie es finanziell um mich steht, wird die sicherlich jede legale möglichkeit nutzen, um mich loszuwerden.
Von daher die Frage welchen der 2 Wege ich am Sinnvollsten gehen soll
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von tidus82 » 14. Jun 2019, 10:00

Also ich glaube dass dir inzwischen einige Tipps gegeben wurden, was du nun machen kannst und wie die persönlichen Meinungen derjenigen zu den einzelnen Banken ist.
Was ich mich frage ist: Warum willst du jetzt noch ein Basiskonto irgendwo eröffnen? Sobald du dein Konto (egal ob Basiskonto oder nicht) in ein P-Konto umwandeln lässt darf es meines Wissens nach eh nicht gekündigt werden.

Ich persönlich bin bei der Fidor-Bank (allerdings kein P-Konto) und bin überaus zufrieden mit denen - ich weiß, die meisten empfinden diese Bank als doof - jedoch bietet die mir am Meisten für meine Bedürfnisse.
Ich möchte hier aber auch nicht für diese Bank werben, weshalb ich nicht weiter darauf eingehe, warum ich sie genau gewählt habe.

Ich weiß aber auch, dass die Umwandlung bei der Fidor in ein P-Konto bedeutet, dass du das nie wieder zurückwandeln kannst. Du kannst es dann nur kündigen und ggf. ein neues Konto eröffnen bei denen.

Wie es sich mit N26 im Bezug auf das P-Konto verhält kann ich nicht sagen.

Du musst dich jedoch am Ende selbst entscheiden ob du eine Filiale vor Ort bevorzugst oder ob dir der "unpersönliche" Support am Telefon ausreicht.

Am Ende des Ganzen sind das alles nur Banken die dir eine hübsche 22-stellige Nummer geben.
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Dio B. » 14. Jun 2019, 15:04

naja, wegen des schon mal gefragten "Kann mir die Bank das P-Konto kndigen, ja oder nein?"

Könnten die das P-konto mehr oder minder einfach kündigen, wäre das für den A***** und demnahc hätte ich nur mit einem Basiskonto den Schutz vor unbegründeten "Uns passt dem sein gesicht nicht, macht zu viel Aufwand mit seinen Pfändungen, etc. den schmeissen wir raus"Kündigungen.

Werde wohl einfach mal eins der Konten in ein p-konto umwandeln, meinen Kram dort hin verlegen und beten dass, komme was wolle, die Bank mir nicht das P-Konto kündigt und mich rauswirft :-)
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Ruhrpottmensch » 14. Jun 2019, 15:34

Was denn für Pfändungen?!

Die, die eventuell, vielleicht, möglicherweise bald anstehen?!
Mit einem P-Konto ist das doch überhaupt kein Ding. Ab dem 01. Juli haste 1.178,59 € Pfändungsfreigrenze auf 'nem P-Konto. Da dürftest Du mit HartzIV ja sogar noch drunter liegen. D.h. da kann erstmal keiner dran... Somit gibts damit auch nicht wirklich Arbeit (egal für welche Bank)...

Ich kenn zwar nicht die genauen AGBs dieser "Internetbanken", kann mir aber kaum vorstellen, dass die "ins Blaue" einfach Kunden rausschmeißen, nur weil die ein P-Konto haben...

Aber mal was anderes... Wenn die finanzielle Situation schon so "angespannt" ist, dass Du Deine "Schäfchen" in Sicherheit bringen willst... Hast Du Dich schon mal bei einer Schuldnerberatung beraten lassen?
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Dio B. » 14. Jun 2019, 16:31

schon, ja.
Der Schuldenberater meinte, mir bliebe letztlich nur Insolvenz. Er würde mir aber empfehlen, mit Insolvenz mal noch zu warten bis die neue Richtlinie raus ist (die das Ganze von 6 auf 3 Jahre verkürzen soll)

Andererseits meinte er aber auch, das mit der DAK und der Volksbank müsste ich so machen, da käme ich nicht drum herum...

Naja, Dauerauftrag für das Krankenkasse ist mal raus und auch die Volksbank bin ich nach dem Kontowechsel vorerst los (sind 60 Euro mehr im Monat, das macht shcon was aus!)

Im Prinzip habe ich auch nicht viel gegen den Rat des Schuldenberaters, mal nichts zu überstürzen.
nur das mit dem P-Konto will ich noch machen da die mir sonst selbst das Hartz 4 pfänden können :-/
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Re: Pfändung auf Nicht-P-Konto verhinderbar oder doch neues Konto nötig?

Beitrag von Shopgirl » 14. Jun 2019, 19:23

Wie wahrscheinlich ist das denn, dass du in absehbarer Zeit kein Hartz IV mehr beziehen musst?
Ich frage, weil es für jemanden im Leistungsbezug keinen Unterschied macht, ob die Insolvenz jetzt 3 oder 6 Jahre dauert. Zahlen kannst und musst du von Hartz IV sowieso nichts.
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